Montag, 24. Juni 2013

Glückliche Menschen erreichen bis zu 200 % ihrer normalen Leistungsfähigkeit

Seit Beginn meiner Selbstständigkeit bin ich erfolgsorientiert. Ich habe ständig nach neuen Möglichkeiten Ausschau gehalten, um meinen beruflichen Erfolg zu optimieren. Einige Maßnahmen haben hervorragend geklappt, andere überhaupt nicht. Manchmal hatte ich Ziele, deren Verfehlung nicht sonderlich schlimm gewesen wäre. Klar, ich hätte sie schon gerne realisiert. Wenn ich es aber nicht schaffe, dann geht die Welt wäre davon auch nicht unter. Komischerweise habe ich dann fast immer alles bekommen, was ich mir wünschte. Wenn mir ein bestimmtes Ziel jedoch enorm wichtig war, bin ich regelmäßig gescheitert. Ich hatte lange Zeit keine Erklärung für dieses Phänomen.
Irgendwann steckte ich fest und dachte darüber nach, warum ich mir überhaupt solche Ziele setzte, wie beispielsweise mehr Kunden, höhere Umsätze, größere Gewinne und motivierte Mitarbeiter. Mir wurde klar, dass ich zwei übergeordnete Ziele verfolgte: Zum einen wollte ich genug Geld verdienen um mein Leben so zu führen, wie ich es wollte. Das bedeutete für mich Freiheit. Das zweite, was ich anstrebte, war ein erfüllender Beruf, der mir Zufriedenheit gab. Freiheit und Zufriedenheit empfand waren für mich die entscheidenden Faktoren zum glücklich sein. Also kann man zusammenfassend sagen: Ich wollte durch Erfolg zum Glück.

Dann entdeckte ich einige interessante Bücher. Was ich dort gelesen hatte, stellte meine bisherige Sichtweise auf den Kopf - ja, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ging darum, die Reihenfolge umzudrehen: durch Glück zum Erfolg! Auf einmal bekam ich etwas in die Hand, was tatsächlich funktionierte: das eigene Glück trainieren und so ganz nebenbei seine Zielerreichung optimieren.
Ich besuchte mehrere Seminare des größten Anbieters für Glückstraining im deutschsprachigen Raum, der Ella Kensington AG, wo ich auch eine Ausbildung zum Berater absolvierte. Dort lernte ich Claudia Pretzl und Stefan Moerder lernen. Die beiden gehörten zum Coachingteam, die uns während der Ausbildung begleiteten und unterstützten. Ich merkte sehr schnell, dass Stefan für mich ebenfalls für manche berufliche Fragestellung der richtige Mentor war. Auch in der Zeit nach dem Lehrgang habe ich in schwierigen Situationen seine für mich wertvollen Dienstleistungen gerne in Anspruch genommen. Auf der Homepage von Claudia und Stefan findet man sehr interessante Informationen und Tipps zum Thema Glück.

Udo Michaelis: “Erzählt doch am Besten erst einmal etwas über Euch.”
Stefan Moerder: “Wir sind beide staatlich geprüfte Heilpraktiker und betreiben eine Praxis in München-Schwabing. Obwohl man bei uns auch die normalen Heilpraktiker-Behandlungen bekommen kann, liegt unser Schwerpunkt eindeutig im Glückstraining. Wir bieten Einzeltraining (im persönlichen Gespräch oder telefonisch) und Workshops an. Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren im Team von Ella Kensington mit. Vor zwei Jahren wurde uns die Verantwortung für die Ausbildung zum Glückstrainer übertragen. Für mich ist auf diese Weise ein Traum wahr geworden. Ausbilder zu sein in einem Bereich den ich liebe, ist wirklich sehr erfüllend.”

Claudia Pretzl: “Als Glückstrainerin habe ich ebenfalls meinen Traumberuf gefunden. Es macht Spaß mitzuerleben, wie Menschen sich nachhaltig positiv verändern. Ich möchte möglichst viele dabei unterstützen, ihre Träume zu leben und ihr Potential ausschöpfen. In der Ausbildung kommt noch der Multiplikationseffekt hinzu. Wir bilden Menschen aus, die anderen helfen, glücklicher zu werden.”

“Welche Elemente sind entscheidend, um sich dauerhaft positiv zu verändern?”
Stefan Moerder: “Voraussetzung für eine nachhaltige Veränderung ist ein eindeutiger Beschluss. Viele wünschen sich zwar Veränderung in ihrem Leben, warten aber immer auf die richtige Gelegenheit oder die Veränderung der Situation von außen. Sie begeben sich in eine passive Rolle und sind somit Opfer äußerer Umstände. Selbst, wenn man sagt ‘ich will mich verändern …’, reicht das nicht aus, damit wirklich was passiert. Wer jedoch beschließt, sein Glück noch heute selbst in die Hand zu nehmen, bewegt sich bereits aktiv auf sein neues Ziel zu. Der nächste Punkt ist die Motivation, das eigene Lebensglück zu steigern. Es gibt einen ganzen Maßnahmen-Katalog, um das zu erreichen. Ich kann z. B. lernen, regelmäßig meine Wahrnehmung auf die Glücksmomente zu richten, die mein Leben mir bietet. Wenn mir das wichtig genug ist, werde ich diese Momente bereits nach kurzer Zeit automatisch beachten. Sehe ich aber nicht den Nutzen, den diese Art der Wahrnehmung mir bringt, bin ich auch nicht genügend motiviert. Ich benötige jedoch ein hohes Maß an Motivation, um dauerhaft dran zu bleiben.”

Claudia Pretzl: “Dranbleiben heißt für mich auch die Bereitschaft, verändernde Prozesse immer wieder ablaufen zu lassen. Durch Wiederholungen werden die beteiligten Gehirnareale trainiert und führen zur Veränderung. Die Zentren im Gehirn, die meine Glücksgefühle verursachen, wachsen auf diese Weise. Dadurch sind Glücksgefühle immer schneller und intensiver möglich.”

“Was bringt mir das Ganze denn, wenn ich emotional total abgestürzt bin? Stehe ich z. B. geschäftlich kurz vor dem Ruin, habe ich doch nur im Kopf, wie ich mich finanziell wieder sanieren kann. Muss ich nicht erst meine Probleme lösen, bevor ich mich wieder dem Glück und meinen höheren Zielen zuwenden kann?”
Stefan Moerder: “Die Frage ist, ob Du im abgestürzten emotionalen Zustand überhaupt effektiv Deine Probleme lösen kannst. Befindest Du Dich in ständiger Angst, dass Dein Leben aus dem Ruder gerät, sinkt Dein Potential auf beispielsweise 40 %, im Extremfall sogar auf 20 % Deiner normalen Leistungsfähigkeit. Alle Ängste bauen auf einem der sieben Grundbedürfnisse auf, die jeder Mensch verfolgt. Bei uns in der westlichen Zivilisation lebenden Menschen sind alle Grundbedürfnisse zwar in der Regel erfüllt, wir empfinden das aber oft unbewusst nicht so. Deshalb reagieren Deine Instinkte unter Umständen in der Situation einer drohenden finanziellen Pleite wie in einer realen Lebensgefahr, die natürlich nicht besteht, aber trotzdem schlechte Gefühle verursacht. In Wirklichkeit geht es Deinen Instinkten aber nur darum, genug zu essen, zu trinken und einen warmen und trockenen Schlafplatz zu haben. Sie möchten Schutz vor Gewalt und noch einige wenige andere Dinge. Hinwendung zum Glück ist nur dann unmöglich, wenn Dein Überleben scheinbar akut gefährdet ist. Anders ist es, wenn Du verinnerlicht hast, dass Dein Überleben gesichert ist. Wichtig ist, dass dies auf allen Ebenen geschieht, also bewusst und unbewusst. Nun hast Du auch die Möglichkeit glücklich zu sein, wenn Du Dich in einer äußerlich schwierigen Situation befindest. Als glücklicher Mensch ist es dann auf einmal umgekehrt: Du erreichst bis zu 200 % Deiner normalen Leistungsfähigkeit.”

“Wie wirkt sich das auf mein Problem aus?”
Claudia Pretzl: “Mit Deiner erhöhten Leistungsfähigkeit hast Du Zugriff auf eigenes Wissen, welches Dir im ‘Betriebsmodus Angst’ nicht zur Verfügung steht. Du bist kreativer und ziel-, chancen- und lösungsorientiert. Du siehst nicht mehr die Probleme im Vordergrund, sondern entdeckst mehrere Möglichkeiten, wie Du etwas ändern kannst. Eine bessere Ausstrahlung und positiver Einfluss auf andere sind weitere Folgen. Es ist also grundsätzlich besser, erst glücklich zu sein und dann sein Problem anzupacken.”

“Wie sieht denn eine sinnvolle Zielsetzung für einen Unternehmer aus?”
Stefan Moerder: “Genauso wie bei einem Angestellten oder Arbeitslosen. Sie unterscheidet sich höchstens im Inhalt, nicht aber bei den Faktoren. Wie ein sinnvolles Ziel sein sollte, liste ich hier einmal auf:

-selbsterfüllbar
Es macht wenig Sinn, sich ein Ziel zu setzen, deren Erfüllung von einem anderen Menschen abhängt. Ich wäre nur wieder passiv und abwartend, anstatt selbst mein Leben in die Hand zu nehmen. Um mein Ziel zu erreichen, kann ich mir natürlich Unterstützung holen. Dann sollte ich mir aber bewusst machen, dass es immer viele Möglichkeiten gibt, diese Unterstützung zu bekommen. So bekomme ich ein Gefühl von Fähigkeit und Unabhängigkeit.

-realistisch
Realistische Ziele stärken mein Selbstbewusstsein, weil ich mich so auch fähig fühle, diese zu erreichen.

-präzise
Zwei Fragen stehen am Anfang der Zieldefinition: ‘Wo stehe ich zur Zeit?’ und ‘Wo will ich hin?’. (Anmerkung von Udo Michaelis: Exakt gleiche Antwort gab Uwe Taaken auf meine Frage: ‘Was ist bei der Erreichung eines Zieles von Bedeutung?’ Die drei haben sich allerdings nicht abgesprochen - ehrlich!) Aus Standort und Zielbestimmung ergibt sich, was ich für das Erreichen tun kann und welche Vorteile mir das Ziel bringt.

-unwiderstehlich
Wenn mich mein Ziel vom Hocker haut, ist auch meine Motivation stark genug, die Sache durchzuziehen. Wenn mir klar ist, was mir am meisten Spaß macht und ich diese Dinge in meinem Leben vermehre, dann kann ich daraus eine positive Leidenschaft entwickeln.”

“Würdet Ihr sagen, wenn man nur dem glücklich sein oberste Priorität einräumt und eine richtige Zielsetzung wählt, dann läuft das eigene Leben optimal?”
Claudia Pretzl: “Wir haben hier einige Aspekte vermittelt, die zu einem glücklicheren und erfolgreicheren Leben führen können. Das sind allerdings alles nur kleine Auszüge aus einem sehr komplexen Gesamtkonzept. Unser Glückskonzept bietet für sehr viele Anwendungsgebiete die passenden Antworten. ”

“Was ist Eurer Meinung nach der wichtigste Faktor für Erfolg?”
Stefan Moerder: “Ich kann nur noch einmal wiederholen, was Claudia bereits betont hat: Mache Dir zuerst gute Gefühle und gehe erst danach Deine Probleme und Anforderungen an. Das führt schneller zum Erfolg, erhöht Deine Leistungsfähigkeit, verleiht Dir eine bessere Ausstrahlung und macht Dich zu einer attraktiven Persönlichkeit.”
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