Donnerstag, 19. Januar 2017

Die Welt des anderen verstehen oder doch lieber Recht haben?

Viele neigen dazu, eine Erfahrung, die ihr eigenes Leben bereichert und verändert hat, anderen Menschen als Allheilmittel anzupreisen. Wenn ich jemandem ein Kleidungsstück von mir gebe, wird es ihm aber nur dann passen, wenn diese Person ungefähr die gleiche Größe und einen vergleichbaren Körperumfang hat wie ich. Ist das nicht der Fall, ist ihm meine Kleidung entweder zu groß oder zu klein. Genauso lassen sich unsere Erfahrungen auch nicht beliebig auf andere Menschen übertragen.

Wie sieht es denn aus, wenn sich meine Welt von der anderer Leute unterscheidet. Natürlich halte ich meinen Standpunkt für richtig - aber das tun die anderen auch! Jeder kann und darf an seiner Überzeugung festhalten. Problematisch wird es erst, wenn ich die unterschiedlichen Ansichten nicht mehr respektiere. Dazu hat Fred Kofman mal etwas Interessantes gesagt: "Der aufrichtige Wunsch, den anderen zu verstehen, seine Welt zu entdecken und in diese Einlass zu finden, entsteht aus Werten wie Demut und Respekt. Die Fähigkeit, aufmerksam zu sein, ist umgekehrt proportional zur Notwendigkeit, Recht zu haben. Je mehr wir bemüht sind, zu beweisen, dass wir Recht haben, desto weniger Energie bleibt uns, um herauszufinden, was die anderen beizutragen haben."

Also, dann auf ein respektvollen Miteinander!

Foto: © Fionn Große / PIXELIO

Freitag, 13. Januar 2017

Die Balance zwischen verändern und loslassen

Ihr möchtet gerne Veränderungen in Eurem Leben bewirken? Dann habe ich eine gute Nachricht für Euch: Wenn man ein paar entscheidende Dinge richtig macht, dann geschieht das manchmal sogar fast wie von selbst. Es ist wie bei einer aufgestellten Reihe von Dominosteinen. Man braucht nur den richtigen Klotz anzuticken und alle anderen Steine fallen nacheinander um. Wenn Ihr die ganzen Zeit mühsam an einem bestimmten Problem herumdoktert, ohne dass sich etwas bewegt, dann habt ihr vermutlich noch nicht den richtigen Stein gefunden. Es ist ziemlich unsinnig, immer wieder das zu versuchen, was schon in den letzten Jahren nicht geklappt hat. Das hat bereits Leonardo da Vinci gewusst: "Wer heute nur immer das tut, was er gestern schon getan hat, der bleibt auch morgen, was er heute schon ist." Albert Einstein gibt dazu einen ergänzenden Hinweis: “Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Die richtige Haltung dazu hat Johann Wolfgang v. Goethe sehr passend beschrieben: „Wenn man ein Problem lösen will, muss man sich vom Problem lösen.“
Es gibt aber noch einen anderen Aspekt: Ist es denn immer sinnvoll, eine direkte Veränderung anzustreben? Warum nicht einfach mal alles so lassen, wie es ist? Wenn ich gegenwärtigen Situation akzeptiere, dann bekomme ich inneren Frieden und Gelassenheit. Richte ich dann meine Aufmerksamkeit auf die Dinge, die bereits schön sind, dann entstehen Dankbarkeit und Zufriedenheit. Wenn das meine Grundstimmung ausmacht, dann verändern sich automatisch vieles in eine positive Richtung.
Ich wünsche Euch, dass Ihr die richtige Mischung aus "Dranbleiben" und "Loslassen" hinbekommt und auf diese Weise Euer Leben in die gewünschte Richtung verändert - aber alles ohne Hektik.

Fotos © PIXELIO
“Dominoeffekt” von Timo Klostermeier

“Manchmal ist das Leben ein Drahtseilakt” von Jens Bredehorn

Samstag, 27. August 2016

Wenn Du etwas Positives bewirken willst, dann hör auf zu jammern!


"Kann das Gejammer nicht mehr hören
Hab die Beschwerden gründlich satt
Die Sonne scheint, ich könnte schwören
Dir hat das heute bis jetzt keiner gesagt
Du hast zu tun, Du musst ja motzen
Ein jeder Tag gehört beklagt
Ich find das unhöflich gesagt zum Kotzen
Wie lang hat sich kein Funken Hoffnung zu Dir gewagt
Der Wunsch nach der großen Kohle
Ersetzt jeden Lebenstraum
Und diese Vorliebe für alles Hohle
Lässt dem Verstand wenig Raum"

Diese Textzeilen stammen aus dem Song "Streng dich an" vom Album "Es ist wie es ist" der Gruppe Pur. Was die Jungs hier beschreiben ist leider gang und gäbe in unserer Gesellschaft: Es wird sich beschwert, gemeckert und anderen die Schuld für die eigene Misere gegeben. Auf diese Weise sieht man sich als Opfer der Umstände und macht sich selbst dadurch machtlos - ja, man MACHT sich machtlos! Es ist nicht so, dass diese Machtlosigkeit durch die äußeren Umstände oder andere Personen von vorneherein vorgegeben ist. Sie entsteht erst in dem Augenblick, wo ich meine Ohnmachtsposition annehme. Dadurch gebe ich meine eigene Macht ab und übertrage sie auf andere Menschen, das Schicksal oder was auch immer.

Wenn mein eigenes Leben dann scheiße läuft, kann ich auf diese Weise immer einen Schuldigen finden und brauche selbst keine Verantwortung zu übernehmen. Allerdings habe ich dann nie eine Chance, mein Leben gezielt positiv zu verändern. Wenn sich die "Mächtigen" mir gegenüber zufällig wohlwollend verhalten, dann läuft es für mich vielleicht etwas besser. Falls das aber der Fall sein sollte, dann bleibt alles so wie vorher und ich kann weiter meckern, wie ungerecht das Leben doch ist.

Gibt es denn eine Möglichkeit, für sein Leben aktiv positive Veränderungen zu bewirken? Ja, die gibt's! Es fängt damit an, dass Du Verantwortung für das eigene Leben übernimmst und Deine Möglichkeiten erkennst.

Hier noch einmal ein paar Zeilen aus "Streng dich an":

"Wie verlernt man Spaß und Freude?
Wie kriegt man das zurück?
Wie erkennt man den Wert im hier und heute?
Oh, wie erkennt man Glück?"

Genau um die Beantwortung dieser Fragen geht es im "Blog für Glück und Erfolg". Mein Ziel ist es, dazu immer wieder hilfreiche Impulse zu geben, die meine Leser einfach umsetzen können. Manchmal erreicht mich eine Nachricht, dass sich das Leben von jemandem nachhaltig geändert hat, indem er einen oder mehrere Aspekte aus meinen Blogbeiträgen anwenden konnte. So etwas freut mich natürlich tierisch und es bestätigt mir, dass mein Blog einen Sinn hat.

Fotos © PIXELIO
“Eine deutsche Rentnerin in Polen” von Jerzy

“Geschäftsfrau 6” von Konstantin Gastmann

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Wie verhalten wir uns gegenüber Menschen, die nicht zu unserem "Genpool" gehören?

Der Soziobiologe Howard Bloom hat nachgewiesen, dass auf der biologischen Ebene alle Lebewesen, die in Gruppen zusammen leben, einen genetischen Marker brauchen, damit sie die ihrigen erkennen können. Ratten beispielsweise leben in Sippen zusammen. Droht eine Gefahr, informieren sich die anderen Mitglieder des Clans und schützen sich so gegenseitig. Ratten haben einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn und sind sehr fürsorglich untereinander. Wenn sie sich irgendwo außerhalb ihrer Gruppe begegnen, erkennen sie sich am Geruch. So wissen sie genau, wer zu ihrem Genpool gehört und wer nicht.

Wissenschaftler haben mal einen Versuch gemacht. Sie nahmen eine Ratte aus ihrem Nest heraus, wuschen sie, rieben sie anschließend mit dem Geruch der Ratte einer rivalisierenden Gruppe ein und setzten sie wieder zurück in ihr ursprüngliches Nest. Was meint Ihr, ist dann passiert? Die Ratte wurde innerhalb von Sekunden totgebissen! Nicht weil man sie fressen wollte, sondern weil sie sich außerhalb des eigenen Genpools befand.

Einige Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es bei urzeitlichen Menschenhorden ähnliche Verhaltensweisen gegeben haben muss. In bestimmten sogenannten "primitiven Gesellschaften" wurden 22 % der jungen Männer getötet, bevor sie "erwachsen" wurden. "Erwachsen" heißt in diesen Gesellschaften, dass sie ca. 14-16 Jahre alt sind. Zu diesen 22 % kommt eine beträchtliche Zahl junger Männer, die von anderen Clans umgebracht wurden. Diese hohe Mordrate ist einer der Gründe, wieso die Menschen damals sehr viele Kinder bekommen haben. Es war quasi eine Maßnahme zur Artenerhaltung. Man hat weiterhin festgestellt, dass die damaligen Menschen ca. 50-75 Personen als zum Genpool zugehörig begreifen konnten. Das ist ungefähr die gleiche Ebene, auf der sich heute die Ratten bewegen.

Zum Glück haben wir uns heutzutage weiterentwickelt und das alles trifft auf uns doch nicht mehr zu, oder? Leider doch! Nur gibt es jetzt unterschiedliche Niveau-Ebenen. Die erste Ebene kann man z.B. in den amerikanischen Slums beobachten. Dort haben wir jetzt ähnliche Zahlen wie auf der "Rattenebene". Genügend Waffen sind da, um Menschen aus rivalisierenden Gangs zu eliminieren. Die Gangkleidung ersetzt den "Rattengeruch".

Auf der zweiten Ebene werden also sogenannte "Meme" als Genmarker eingesetzt. Ein "Mem" ist eine Gedankeneinheit, die sich durch Kommunikation der Memträger vervielfältigt. Anstelle eines "Genpools" gibt es jetzt einen "Mempool". Dieser besteht aus Menschen, die in vielen Dingen genauso denken, wie man selbst. Im Gegensatz zu ersten Ebene kann der jetzt schon 4000 oder 5000 Leute umfassen.

Wenn wir das Gen völlig vergessen und komplett durch das Mem ersetzten können, befinden wir uns auf der dritten Ebene. Jetzt gehören alle "Glaubensbrüder- und schwestern", unabhängig von Rasse oder Nationalität, zu den unsrigen. Aber auch wenn wir auf diese Weise unseren "Mempool" schon als global bezeichnen können, gibt es auch hier eine Gemeinsamkeit zu den anderen beiden Ebenen: Es gehören nur diejenigen zu uns, die die gleichen Meme haben. Wenn jemand unsere Meme nicht teil, werden wir rabiat.

Wenn Ihr Euch näher mit diesem Thema befassen möchtet, finden Ihr unten einen beeindruckenden Vortrag von Vera F. Birkenbihl auf Video. Er dauert zwar fast 2 Stunden, aber das Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.

Ich wünsche Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
"





Foto © : I. Friedrich / PIXELIO

Dienstag, 22. Dezember 2015

Rechthaberei

Hin und wieder diskutiere ich mit rechthaberischen Menschen. Diese Leute stellen ihren eigenen Standpunkt oft als absolut dar. Wenn man aber davon überzeugt ist, dass man sich selbst keinesfalls irrt, dann kann man auch nicht von Andersdenkenden lernen. Robert Betz hat in einem seiner Seminare einen interessanten Satz gesagt: „Der Rechtbehalter ist nicht an der Wahrheit interessiert. Er hat eher Angst vor der Wahrheit, die sein bisheriges Gedankengebäude, sein Weltbild und sein Selbstbild ins Schwanken bringen könnte.“

Schon in der Bibel steht, dass unsere Erkenntnis "Stückwerk" ist. Kein Mensch kann von sich behaupten, dass er die gesamte Wahrheit kennt und über sämtliche Geheimnisse des Universums Bescheid weiß. Wie Paulus sehr richtig schreibt, erkennen wir eben alle nur "ein Stück". Mag sein, dass das Stück des einen ein wenig größer ist als das des anderen. Aber es ist nie so groß, dass man es als absolut bezeichnen könnte.

Wenn ich im Gespräch mit einem anderen Menschen entdecke, dass meine Erkenntnis mit der des Gesprächspartners eine Schnittmenge bildet, dann empfinde ich Verbundenheit und Bestätigung. Das ist auf jeden Fall eine gute Sache. Gut ist aber auch, wenn ich durch Gespräche lerne und diese zu meiner Weiterentwicklung beitragen. Lernen kann ich nun, wenn ich einen Einblick in den Teil der Erkenntnis des anderen bekomme, der mir bisher verborgen war. Rechthaberei aber verhindert dieses Lernen. Fred Kofman hat dazu eine sehr hilfreiche Regel aufgestellt: "Der aufrichtige Wunsch, den anderen zu verstehen, seine Welt zu entdecken und in diese Einlass zu finden, entsteht aus Werten wie Demut und Respekt. Die Fähigkeit, aufmerksam zu sein, ist umgekehrt proportional zur Notwendigkeit, Recht zu haben. Je mehr wir bemüht sind, zu beweisen, dass wir Recht haben, desto weniger Energie bleibt uns, um herauszufinden, was die anderen beizutragen haben."

Foto © : Paul-Georg Meister / PIXELIO

Donnerstag, 8. Januar 2015

Wachstum durch Vertrauen

"Vieles was man im Leben unternimmt ist zu dem Zeitpunkt, an dem es geschieht, genau das Richtige. Ändert man sich selbst, dann ändern sich auch die äußeren Umstände. Die Dinge, die damals das beste gewesen sind, passen dann heute nicht mehr." So habe ich meinen Blogbeitrag „Qualität oder Billigkram?“ begonnen. Veränderungen gehören zum Leben, auch wenn die Begleitumstände manchmal unangenehm erscheinen. Die Frage ist nun, ob die unangenehmen Dinge vermeidbar sind.

Tatsächlich ist es leider oft so, dass wir Menschen erst dann einen neues und besseren Weg einschlagen, wenn der Leidensdruck groß genug ist. Solange das Alte noch irgendwie funktioniert, sind wir nicht entschlossen genug, die Komfortzone des Bekannten und Vertrauten zu verlassen, um uns auf das Abenteuer des Neuen einzulassen. Sind wir aber soweit, dass uns die Situation „echt ankotzt“ und wir es einfach nicht mehr aushalten, dann machen wir einen Cut und wenden uns dem Neuen zu. Tun wir dies aber nur halbherzig, dann werden wir uns bald wieder in der gleichen ätzenden Situation oder einer ähnlichen befinden. Also, halten wir fest: Ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige positive Veränderung ist eine klare Entschlossenheit.

Gibt es denn überhaupt eine Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln und zu wachsen, ohne durch leidvolle Erfahrungen dorthin zu kommen? Jepp, die gibt’s! Das Zauberwort dazu heißt „Vertrauen“! Hast Du manchmal das Gefühl, an irgendeinem Punkt permanent fest zuhängen? Dann ist das in der Regel ein Hinweis darauf, dass eine Veränderung sinnvoll ist. Mach Dir bewusst, dass dieser Hinweis (von Gott, vom Leben oder von Deiner inneren Stimme) wirklich wohlwollend gemeint ist, um Dich auf einen guten Weg zu bringen. Probleme entstehen erst durch die Angst, das Alte los zulassen und deshalb daran festzuhalten. Wenn Du diese Angst aber durch Vertrauen ersetzt, dann brauchst Du nicht mehr festzuhalten.

Falls Du mit Deiner bisherigen Strategie nicht weiter gekommen bist, dann probiere doch mal was anderes. Lass Dich auf ein Wagnis ein und schau Dir an, was dann passiert. Wage es, Deiner inneren Stimme zu vertrauen, dem Leben zu vertrauen, Gott zu vertrauen (sofern es in Dein Weltbild passt). Manchmal genügt es, Kleinigkeiten zu verändern, um eine große Wirkung zu erzielen.

Foto © : Peter Smola / PIXELIO

Samstag, 20. Dezember 2014

Die Vergangenheit würdigen

Nun steht ein neues Jahr vor uns. Manchmal neigen wir dazu, froh darüber zu sein, dass wir das alte Jahr endlich hinter uns gelassen haben. Alles soll schließlich im neuen Jahr besser werden. Vielleicht sollten wir stattdessen lieber das vergangene Jahr und auch die Jahre davor würdigen. Alles was wir bisher erlebt haben hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Wir haben Fehler gemacht, zogen daraus unsere Lehren und haben uns persönlich weiterentwickelt.

Sehen wir doch unsere Vergangenheit als ein sich im Bau befindliches Haus. Nun bauen wir auf die bereits vorhandenen Stockwerke noch eine weitere Etage drauf. Würden wir jedes Jahr alles einreißen, müssten wir immer wieder bei Null anfangen. Seien wir also dankbar für das, was wir bereits haben und offen für das Neue, das uns im kommenden Jahr erwartet.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2015.

Zum Schluss noch ein etwas anderes Weihnachtslied von der "Blockflöte des Todes".


Freitag, 11. Juli 2014

Meine 10 Thesen zu Zufall, Schicksal und dem freien Willen


1. Es gibt keine schicksalhafte Vorherbestimmung. Am Ende des Films „Zurück in die Zukunft III“ sagt Doc Brown: „Deine Zukunft ist noch nicht geschrieben. Die Zukunft ist, was du daraus machst.“ (siehe auch "Drei hervorragende Möglichkeiten für eine wirksame Veränderung")

2. Es gibt keinen sinnentleerten Zufall. Wir ziehen genau die Dinge in unser Leben, die zu uns passen. "Zufall" macht nur dann Sinn, wenn ich ihn als etwas verstehe, dass mir "zu fällt", sozusagen "als Geschenk von oben".

3. Es existiert ein vorgegebener Rahmen, in dem geistige Naturgesetze herrschen, die immer zuverlässig und präzise funktionieren (Gesetz der Resonanz, Gesetz der Anziehung, Gesetz der Entsprechung).

4. Innerhalb dieses Rahmens herrscht Willensfreiheit.

5. Wir können unseren freien Willen uneingeschränkt nutzen. Damit dieser eine bestimmte Realität bewirkt, muss dieser allerdings mit unseren Gedanken, Gefühlen, Glaubensüberzeugungen und Bewertungen unseres Unterbewusstseins in Einklang stehen. (siehe auch "Bewirkt ein positiver Gedanke eine positive und ein negativer eine negative Realität?")

6. Wir sind für alles, was in unserem Leben geschieht, selbst verantwortlich. Wir erschaffen unsere Realität selbst. Manches erschaffen wir alleine, anderes im Kollektiv mit anderen zusammen.

7. Unsere äußere Realität ist ein Spiegel unseres Innenlebens. Wenn wir unser Inneres verändern, passt sich unsere äußere Realität entsprechend an.

8. Was wir erleben, wird von unserer Wahrnehmung bestimmt. Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die schönen Dinge unseres Lebens, werden wir noch mehr Schönes erleben. Liegt unser Focus auf Mangel, ziehen wir weiteren Mangel in unser Leben.

9. Alle unsere Ziele, deren Wahrscheinlichkeit höher ist als ihre Notwendigkeit, werden in unserem Leben Realität. Ist die Notwendigkeit höher als die Wahrscheinlichkeit, geschieht genau das Gegenteil, weil sich unsere Aufmerksamkeit automatisch auf den Mangel richtet. (siehe auch "Wann und wie erfüllt sich ein Wunsch?")

10. Wenn wir die Ereignisse in unserem Leben wertschätzen und dafür dankbar sind, ziehen wir automatisch weiteres Glück in unser Leben. (siehe auch "Glück oder Unglück entsteht nicht zufällig")

Foto © : S. Hofschleger / PIXELIO

Donnerstag, 3. Juli 2014

Bewirkt eine positiver Gedanke eine positive und ein negativer eine negative Realität?


Mir ist ein interessantes Phänomen aufgefallen: Viele Menschen, die sich mit dem "Gesetz der Resonanz" und dem "Gesetz der Anziehung" beschäftigen und von der Richtigkeit dieser Prinzipien überzeugt sind, bekommen auf einmal Angst. Manchmal gelingt es einfach nicht, die eigenen negativen Gedanken zu kontrollieren. Dann denken sie darüber nach, dass jeder Glaubenssatz eine entsprechende äußere Realität formt und bekommen Panik. Ich glaube natürlich auch, dass diese geistigen Naturgesetze absolut zuverlässig funktionieren, möchte Euch aber in dieser Hinsicht beruhigen: Wenn wirklich jeder negative Gedanke zur Katastrophe führen würde, dann wären wir wahrscheinlich alle schon tot. Ich habe ja bereits in einigen Blogbeiträgen geschrieben, dass zur gewünschten Realitätsgestaltung positives Denken alleine nicht ausreicht. Genauso zieht ein negativer Gedanke allein auch nicht gleich ein negatives Ereignis nach sich.

Ich versuche das mal mit einem Bild zu verdeutlichen: Wenn Du einen bestimmten Radiosender hören willst, musst Du Dein Radio auf die Frequenz den Senders einstellen. Sender und Empfänger müssen also exakt übereinstimmen. Drehst Du in eine andere Richtung, empfängst Du entweder einen anderen Sender oder überhaupt nichts.

Bei der Realitätsgestaltung ist das im Prinzip das Gleiche, nur dass hier mehrere Ebenen übereinstimmen müssen. Wenn Du Gedanken, Gefühle, Willen, Glaubenssätze und Bewertungen in Deinem Unterbewusstseins auf eine „positive Frequenz“ einstellst, bekommst Du auch ein positives Ergebnis - immer. Die Gedanken sind dabei am einfachsten zu steuern, sind aber auch das schwächste Glied in der Kette. Sind die Gedanken positiv, die Gefühle aber negativ, setzen sich die Gefühle durch. Die ganze Sache ist also wesentlich komplexer, als gerade mal mit ein paar simplen Affirmationen die eigene Realität umzukrempeln. Wenn wir eine andere Wirklichkeit wollen, ist dazu eine ganzheitliche Veränderung erforderlich.

Foto © : Tim Reckmann / PIXELIO

Dienstag, 1. Juli 2014

Zuverlässig ans Ziel

Stell Dir vor, Du bist in Frankfurt und willst nach Köln. Du hast in Deinem Auto ein Navigationsgerät, welches Dich an Dein Ziel bringen soll. Damit das funktioniert sind zwei Informationen erforderlich:

Nr. 1 - Wo bin ich jetzt?


Nr. 2 – Wo will ich hin?

Die erste Info liefert Dir das GPS, die zweite musst Du als Adresse manuell in das Navi eintippen. Dann brauchst Du nur noch den Anweisungen zu folgen, die Dich zuverlässig ans Ziel bringen, sofern es ein vernünftiges Navi ist.


Beim Erreichen von Zielen funktioniert das im Prinzip genau so. Du brauchst vor allem diese zwei Informationen. Du musst wissen, wo Du Dich gerade befindest und solltest Dein Ziel kennen. Das „Wie“, also der Weg zum Ziel, ist zweitrangig. Du kannst Dir eine Menge Stress sparen, wenn Du nicht so viel mehr über den Weg nachgrübelst und Dich stattdessen auf diese beiden Eckpunkte konzentrierst. Was unser Navi, das Leben, das Universum, die göttliche Führung, oder wie auch immer Du das nennen magst, dann mit Dir macht, empfindest Du vielleicht als Zufall. In Wirklichkeit steckt aber ein zuverlässig funktionierendes System dahinter.


Welche Informationen benötigst Du während Deiner Reise? Du musst immer nur den nächsten Schritt wissen. Manchmal gibt Dir das Navi auch den übernächsten Schritt bekannt, falls Du zwei Mal kurz hintereinander abbiegen musst. Aber meistens reicht es völlig aus, den nächsten Schritt zu kennen. Ansonsten ist nur eines wichtig: Vertrauen! Es kann sein, dass Du Dich auf der Strecke irgendwann wunderst: „Rechts abbiegen? Ich hätte gedacht, es geht noch ein paar Kilometer weiter geradeaus.“ Hier vertraust Du trotzdem dem Navi.


Und was ist, falls Du mal nicht aufpasst und falsch abbiegst? Schlimmstenfalls fährst Du einen Umweg, aber ansonsten ist das nicht weiter tragisch. Das Navi berechnet die Strecke vom neuen Standort aus. Entweder heißt es „Bitte wenden!“, oder das Navi führt Dich auf anderen Querstraßen wieder auf die richtige Route. Vielleicht dauert die Fahrt nun etwas länger, mehr aber auch nicht. Vertrau einfach darauf, dass Du wohlbehalten an Deinem Ziel anlangst.

Foto © : Betty / PIXELIO