Freitag, 27. September 2013

Vom Fischen

Ganz egal, ob Du etwas verkaufen, jemanden missionieren oder sonst von Deinem Standpunkt überzeugen möchtest - es geht dabei immer um den Versuch einer Beeinflussung. Daran ist grundsätzlich nicht verkehrt. Die Frage ist nur, welche Vorgehensweise dafür effektiv und andererseits ethisch vertretbar ist. In diesem Zusammenhang finde ich eine kleine Geschichte des Schweden Bror Jonzon sehr passend:

Beim Angeln in Lappland habe ich einige Lektionen gelernt.

Erstens: Es zählen die Fische, die man gefangen hat, und nicht diejenigen, die man erschrecken, beeindrucken oder interessieren konnte.

Zweitens: Es ist ausgeschlossen, einen Fisch zum Anbeißen zu zwingen. Er muss von sich aus kommen.

AnglerDrittens: Ruhe ist wichtig. Spricht man zuviel oder bewegt man sich unnötig, so ergreift der Fisch, der anbeißen will, die Flucht.

Viertens: Wer das Fischen nicht liebt, kann nie ein guter Fischer werden. Man muss das Warten genießen können. Gleichgültig, ob es kalt ist, ob es regnet oder ob die Mücken stechen.

Fünftens: Manche Fischer nehmen immer denselben Köder, ungeachtet der Fischart, die sie fangen wollen. Doch eine Forelle wird durch einen anderen Köder angelockt als ein Kabeljau.

Sechstens: Man muss die Angel dort werfen, wo Fische sind, und nicht erwarten, dass sie zu einem kommen. Manche Leute ziehen es vor, sich bequem am Ufer niederzulassen, statt sich auf die glitschigen Felsen zu wagen oder in die Mitte der Strömung.

Soviel vom Fischen …

Fotos © Rike / PIXELIO
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