Mittwoch, 11. September 2013

Helmut Kohl und Loddar Matthäus sprechen Englisch

Einer der schrägsten Texte, die ich fabriziert habe, sind die fiktiven Gespräche zwischen Helmut Kohl und Loddar Matthäus in englischer Sprache. Die Grammatik ist völlig verdreht, weil sie im englischen so reden, wie sie es vom deutschen her gewohnt sind. Sogar Eigennamen übersetzen sie wörtlich. Nun bekommt Ihr die Möglichkeit, Euer mühsam erworbenes Schulenglisch mal so richtig zu versauen. Falls Ihr Spaß an dieser kleinen Leseprobe findet: Das komplette Gespräch und ein weiteres über Politik und Fußball findet Ihr im Ebook "Best of GLÜCK UND ERFOLG - Teil 3" und natürlich auch im Gesamtwerk von "Best of GLÜCK UND ERFOLG".



1965 soll der damalige Bundespräsident Heinrich Lübke der englischen Königin Elizabeth den Beginn eines Konzertes im Schloss Brühl mit den Worten "Equal goes it loose!" angekündigt haben - eine äußerst interessante Übersetzung von: „Gleich geht es los!“ Hat Lübke diesen Satz wirklich gesagt oder handelt es sich hier nur um ein Gerücht? Das soll an dieser Stelle nicht geklärt werden.
Die englische Sprache ist wohl auch nicht gerade die Stärke von Helmut Kohl, der außer Pfälzisch nur Hochdeutsch mit Akzent beherrscht. Die Londoner "Times" spottete, dass vom Altbundeskanzler nur ein einziger kompletter englischer Satz überliefert wurde: "I'm so glad to meet you."

Eine weitere Koryphäe auf dem Gebiet der angelsächsischen Linguistik ist Lothar Matthäus. Der frühere Kapitän der Deutschen Fußballnationalmannschaft hat sich mit Sätzen wie „I hope we have a little bit lucky ...“ in die Herzen der Zuhörer geenglischt. Wie könnte es klingen, wenn sich Helmut Kohl und Lothar Matthäus in englischer Sprache unterhalten würden? Ihr dürft nun einem fiktiven Gespräch der beiden lauschen. Wer welchen Part gesprochen haben soll, könnt Ihr Euch meinetwegen aussuchen, „that's absolutely sausage“, wie der Engländer sagt.

Damit Ihr die nachfolgende Unterhaltung besser verstehen könnt, erläutere ich Euch noch einige wichtige Dinge: Die beiden Gesprächspartner haben nicht die englische Grammatik und den korrekten Satzbau verwendet, sondern auf brutalste Weise die deutschen sprachlichen Gepflogenheiten eins zu eins übertragen. Deutsche Sätze wurden wortwörtlich übersetzt. Manchmal entspricht das nicht dem ursprünglichen Begriff, sondern einem anderen, der nur phonetisch gleich klingt. So wurde „Urlaub“ in „clock-leaves“ übersetzt und dabei übergangen, dass „clock“ eigentlich nicht „Ur“, sondern „Uhr“ heißt. An einigen wenigen Stellen haben die beiden darüber hinaus gemogelt, wie z.B. bei „duck-divorce“, wo ein Buchstaben weg fällt, also „Ent(e)scheidung“. Ich habe Euch in mancher Hinsicht das Verständnis ein wenig erleichtert: Werden für ein deutsches Wort mehrere englische Begriffe benötigt, sind diese mit einem Bindestrich verbunden. Nun könnt Ihr problemlos sogar „circle-who-he-sentence-office“ übersetzen – richtig „Kreiswehrersatzamt“. Niemand hat Helmut und Loddar darüber aufgeklärt, dass man Eigennamen unter gar keinen Umständen übersetzen darf. Deshalb haben sie auch hier "over-sit, what the stuff holds". Übersetzte Eigennamen erkennt Ihr an der Großschreibung.

Am Ende des Buches findet Ihr das Kapitel „The large over-compositor“, also "Der große Übersetzer". Falls Ihr den einen oder anderen Begriff nicht erknobeln könnt, nehmt es einfach als Nachschlagewerk. But now goes it truly loose. Light-Courage Cabbage and Loddar Matthew under-holding themselfes over clock-leaves:

„Hello, how goes it you?“

„Oh, it goes me good. I came straight out my clock-leaves.“

„And where were you?“

„I'm after Waiter-Austria driven, into the mountains.“

"Are you over the Burner-Car-Train driven?"

"Burner-Car-Train? I break together! You knows yourself weal over-main not out. The Burner-Car-Train lies whole where-different. She goes from In-The-Bridge over the Burner-Passport after Italy. Waiter-Austria lies south-eastern from the Into.

„In Waiter-Austria can man safe several things under-taken, not true?“

„Yes clear! I have many out-flights made, some too except-half from Waiter-Austria. From free-day to moon-day let I it silence on-go. On service-day stand I early open. After the early-piece made I first a round-gear before the hotel and drove than in the Salt-Chamber-Well.“

„That know I. It's at Wolf-Gear-Lake. From Salt-Castle out is it too not so wide removed.“

„Hey, you have weal however in earth-customer open-matched. After Salt-Castle have I too an out-flight made. It was on with-week. But it was a correct shit-day.“

„What was loose?“

„I drove with my car in the inside-town and saw me after a park-place around. Then came a wheel-driver with a monkey-tooth out the one-train-street, which among the books-egg and a lifes'-medium-loading lies. I tore the chariot around and kicked fast on the horsefly, but it was all for the cat. I drove on an car open, an old Away Sample. It was whole knackered. Such a grey-seed close-stood have I rare seen. The shit-wing was totally on-go-presses and the out-bordello was down-astute. Stupid run! The top hat-head debit weal too one down-got have. But this is stupid-sense. By the exchange from one top hat-head-poetry have I me the thing meal on-viewed. So what goes not so light knackered.“

„I believe, my pig pipes! This clock-leaves-day went yes full in the trousers. I had on your position a circle-run-together-break got.“

„There say you what. Ask not after sunshine.“

„And what has the wheel-driver there-close said?“

„I put him to the speech, but he put himself plain stupid and said: 'I white not, what you from me will. I understand only train-farm.' He would wider drive, but I said: 'That comes over-main not in question.' These milk-go-sight has me pure on the palm brought!“

„I believe I spider. So what goes on no cow-skin! There war I yes pure with-sorrow with you!“

„But it goes still wider: The holder from the Away Sample shouted the police on. After a conscience time came a policeman. And now debit I guilt be and towards me becomes on-show refunded. I have indeed again-spoken, but with him was not good cherry-eat. He had pure a board before the head. On the best take I me a right-on-forest.“










Fotos:
“Politiker” © : Peter Derrfuss / PIXELIO
“Wolfgangsee” © : Bernd Deschauer / PIXELIO
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