Diesen
Artikel zu schreiben, hatte für mich als Musikfreak einen besonderen
Reiz. Die qualitativ hervorragenden Lautsprechersysteme, die Bowers & Wilkins
entwickelt, produziert und vertreibt, sind allerdings nicht der einzige
Grund dafür. Jedes Jahr findet im Gerry Weber Event &
Convention Center, Halle (Westf.) das fast schon legendäre Rhythm’n'Blues Festival statt.Das ostwestfälische Unternehmen B & W Germany Group GmbH, Halle (Westf.) ist eine Tochtergesellschaft der englischen B&W Group Ltd., einem weltweit anerkannten Hersteller und Vertrieb von Premium-Lautsprechersystemen und anderen Produkten der High-End-Unterhaltungselektronik. Die B&W Group Germany GmbH als deutsche Vertriebstocher versorgt vom Standort Halle/Westfalen aus ein selektives Distributionsnetz von ca. 200 ausgesuchten Fachhändlern in Deutschland und Österreich mit den vielfach preisgekrönten Produkten der Marken B&W Bowers & Wilkins, ROTEL und Classé Audio. Das Unternehmen Bowers & Wilkins ist in über 60 Ländern der Welt mit eigenen Vertriebsgesellschaften und freien Distributionspartnern erfolgreich vertreten. Die Marke B&W rangiert unter den Top 3 der internationalen Premium-Lautsprecherhersteller und kann sich im Premium-Segment auch in Deutschland als Marktführer bezeichnen. Mehr als 5 Mio. private Musikliebhaber besitzen Lautsprecher von B&W. Aber auch viele der weltweit renommiertesten Tonstudios, wie z.B. die Londoner Abbey Road Studios oder die Skywalker Sound Studios von George Lucas in West Marin Country, Kalifornien vertrauen bei Ihren Referenz-Lautsprechermonitoren auf die Top-Modelle von Bowers & Wilkins.
Mein Gesprächspartner anlässlich des Festivals 2008 war Oliver Settertobulte, Strategic Marketing Manager bei B & W. Ein interessantes Interview über ein großartiges Event, welches sein Unternehmen in Kooperation mit der Gerry Weber Management & Event OHG veranstaltet.
Udo Michaelis: “Wie lange gibt es schon das Rhythm’n'Blues Festival?”
Oliver
Settertobulte: “Das erste Festival fand 2003 statt. Die Idee bestand
allerdings schon länger. Bereits unsere englische Muttergesellschaft war
von 1987 bis 1990 aktiv am berühmten Montreux Jazz Festival
beteiligt, zuletzt sogar mit einem eigenen Festival innerhalb des
gesamten Events. Der damalige Firmenchef, Robert Trutz, hatte sich immer
schon im Bereich der Live-Musik engagiert. Was lag also näher, als an
diese traditionsreiche musikalische Vergangenheit anzuknüpfen und ein
eigenes B&W-Festival auf die Beine zu stellen. Der Erfolg des
B&W Rhythm’n’Blues Festivals bestätigt die Richtigkeit dieser
Entscheidung. Denn schließlich ist unser B&W-Festival mittlerweile
zu einem der größten Indoor-Blues-Festivals in ganz Europa
herangewachsen und bietet jedes Jahr erstklassiges, Musik-Entertainment
auf internationalem Niveau.”“Aus welcher Motivation heraus engagiert sich B & W so professionell im musikalischen Bereich?”
“Unsere Lautsprecher bieten ein Höchstmaß an Klangqualität, welche immer zuerst dem Klang des Originals verpflichtet ist. Mit unserem Festival möchten wir den Leuten deshalb auch vermitteln, wie echte, ‘handgemachte’ Musik klingt, um aufzuzeigen, wie nah wir unserem Ziel der absolut authentischen Klangreproduktion bereits gekommen sind. Außerdem bietet uns ein solches Festival die Möglichkeit, unserer Passion und unserer Liebe zur Musik auf eine Art und Weise Ausdruck zu verleihen, die weit über unser tägliches Geschäft hinausgeht.”
“Wieso gerade Rhythm’n'Blues?”
“Erst
einmal ist es uns wichtig, authentische, sprich handgemachte Musik zu
präsentieren und keine Sounds, die völlig verfremdet aus dem Computer
kommen. Für uns bei B&W sollte Musik eine Seele haben und echte
Emotionen zum Ausdruck bringen - auch wenn man damit nicht immer
unbedingt der Breitenpopularität Rechnung trägt.Deshalb präsentieren wir lieber Künstler, die mittels Musik Ihre Gefühle und ihre Energie authentisch rüber bringen – einfach Künstler, die Musik auch leben. Wir finden, dass gerade der Blues diese Aspekte hervorragend repräsentiert. Außerdem ist es gerade der Blues, der so unendlich viele andere Musikstile inspiriert und hervorgebracht hat. So gibt es kaum einen Rockmusiker, der seine musikalischen Wurzeln nicht im Blues begründet sieht. Deshalb hört man auf unserem Festival ja auch nicht nur den klassischen Blues, sondern lernt immer wieder die unterschiedlichsten Facetten dieser musikalischen Stilrichtung kennen.
“Wie erklärt sich die ständig wachsende Popularität des Rhythm’n'Blues Festivals?”
Durch sie ist z.B. auch schon der ein oder andere interessante Kontakt zu erstklassigen Musikern entstanden, die wir dann auch live auf der Bühne begrüßen konnten oder werden. Jüngstes Beispiel hierfür ist z.B. Carl Carlton, einer der diesjährigen Top-Acts. Carl Carlton ist Gittarist, sowohl in der Band von Peter Maffay, als auch in Udo Lindenbergs Panikorchester und wird in diesem Jahr mit seinem Soloprojekt Carl Carlton and The Songdocks die Bühne im Event-Center entern.
Ich muss zugeben, dass wir ein wenig stolz darauf sind, dass wir mit Carl in diesem Jahr eine Weltpremiere präsentieren können. Er wird nämlich auf unserem Festival bereits einige Stücke aus seinem neuen Album spielen, dass eigentlich erst am 31.10. veröffentlicht wird. Diese Songs waren also bisher noch nicht in der Öffentlichkeit zu hören und bei uns gibt es sie zum ersten Mal live.”
“Treten neben den Top-Acts treten auch eher unbekannte Künstler auf?”
“Ja
und Nein! Denn völlig unbekannt - zumindest in der Blues-Szene - war
noch keiner unserer Künstler. Dennoch hat unser Festival den ein oder
anderen Nachwuchskünstler noch mal richtig nach vorne gebracht. Ein
schönes Beispiel hierfür ist Ana Popovic.
Im Jahr 2004 hatte Ana unseren Gast Udo Lindenberg derart begeistert,
dass er sie spontan für einige Gigs seiner Live-Tour engagierte. Und
vorletztes Jahr gab es dann ja auch einen überraschenden gemeinsamen
Auftritt von Udo und Ana auf unserem Festival. Sie sehen, es profitieren
also nicht nur die Zuschauer von unserer Veranstaltung, sondern auch
die Musiker. Es freut uns natürlich sehr, wenn unser Engagement solch
positive Ergebnisse hat. Auch in diesem Jahr werden wir wieder ein
echtes Ausnahmetalent auf der Bühne haben. Henrik Freischlader, ein von den Kritikern hoch gelobtes Talent an der Gitarre wird bei Richie Arndt & The Bluenatics mitspielen. Und wer weiß, vielleicht erleben wir ihn dann ja bald auch einmal mit seiner eigenen Band auf einem der nächsten B&W Rhythm’n’Blues Festivals hier in Halle/Westfalen. B&W – Listen and you’ll see”



Bernd
Eimterbäumer: “Bevor wir den Anderen Gottesdienst ins Leben riefen,
besuchte ich eine Konferenz der Willow Creek Community Church in der
Nähe von Chicago. Dort habe ich die entscheidenden Impulse bekommen, um
neue Wege in der Gemeindearbeit zu gehen. Der Referent stellte uns
aufrüttelnde Fragen: ‘Was ist euer Traum? Wie sieht eure Vision aus?’
Ich setze mich also hin und schrieb meinen Traum, meine Vision auf. Der
Inhalt lautet zusammengefasst etwa so: ‘Ich will kirchenfernen Menschen
die Möglichkeit zu geben, Gott und Kirche kennen zu lernen und einen
Platz in der Gemeinde zu finden. Es sollen die Voraussetzungen dafür
geschaffen werden, dass diese Menschen sich einbringen können, um die
Welt zum Positiven verändern zu können.’ Gemeinde verstehe ich in dem
Kontext als lebendigen Organismus, der aus verschiedenen Gliedern
besteht. Diese Glieder haben unterschiedliche Aufgaben. Du erkennst
Deine Berufung am besten, wenn Du darauf achtest, wo Dein Herz schlägt.
Es geht also nicht in erster Linie darum Mitarbeiter zu finden, damit
Aufgaben erledigt werden. Wenn Du an der Stelle mitarbeitest, wo Dein
Herz schlägt, entwickelst Du Dich in Richtung Deiner persönlichen
Berufung. Wer diese Berufung lebt, erfährt Erfüllung. Um diesbezüglich
Hilfestellungen zu geben, bieten wir in verschiedenen Kleingruppen einen
Gaben-Test an. Die Auswertung dieses Tests und die anschließende
Beratung hilft dem neuen Mitarbeiter eine Aufgabe zu finden, in der er
glücklich ist und andere glücklich machen kann. Letzten Endes profitiert
die Gemeinde wiederum davon, weil sie aus einer Vielzahl von hoch
motivierten Gemeindegliedern besteht. Das Konzept, in dem der
Kirchenbetrieb ausschließlich durch Pastor, Kantor und Küster
veranstaltet wird, verhindert meiner Meinung nach ein lebendiges
Gemeindewachstum.”
Bernd
Eimterbäumer: “Da gibt es mehrere Beispiele. Eines hat Ähnlichkeiten
mit dem, was Kaddie erzählt hat. Der Vater eines Konfirmanden war total
enttäuscht von allem, was irgendwie mit Gott und Glauben zu tun hatte.
Er hatte mit der Kirche total abgeschlossen und war regelrecht
kirchenfeindlich eingestellt. Der Sohn, der ab und zu den Anderen
Gottesdienst besuchte, konnte seinen Vater interessanterweise dazu
bewegen, einmal mit zu kommen. Es war der Beginn einer erstaunlichen
Veränderung. Nach einiger Zeit besuchten Vater und Sohn regelmäßig den
Gottesdienst. Der Vater nahm an einem “