Wie verändert man das eigene Leben genau so, wie man es haben möchte? Dazu habe ich meine besten Tipps
in einem Ebook zusammengestellt. In diesem Buch geht es u.a. um
Wunscherfüllung, Problemlösung, Zielerreichung, Erfolgsfaktoren,
Beziehungsstress und Veränderung der eigenen Persönlichkeit. Das Schöne
an der Sache: Das Ebook ist kostenlos!
Es handelt sich hier um eine Auswahl der beliebtesten Beiträge aus
meinem Blog zu den Themen Glück, Erfolg und Persönlichkeitsentwicklung.
Die meisten Artikel wurden so übernommen, wie sie ursprünglich
geschrieben waren und nur einzelne geringfügig verändert, bzw. leicht
gekürzt.
Erschienen ist das Buch bei neobooks, der Plattform der Verlagsgruppe Droemer Knaur für neue Literatur und aktuelle Sachthemen im Ebook. Wenn Ihr hier klickt, könnt Ihr das Buch wahlweise als PDF oder EPub downloaden, oder es dort direkt online lesen.
Diesem "Teil 1 - Tipps zur Persönlichkeitsentwicklung" folgt in Kürze
"Teil 2 - Glauben und Spiritualität" und "Teil 3 - Tierisches und
Satirisches".
Coverfoto © Helmut Wegmann / PIXELIO
Dienstag, 19. Februar 2013
Montag, 18. Februar 2013
Apropos ... Buchstabler!
Satire
zum Schmunzeln und Lachen, romantische Prosa, sowie spannende und
blutrünstige Geschichten und das in einem Buch? Funktioniert das?
Keine Ahnung, aber Ihr könnt es ja herausfinden, indem Ihr dieses
Buch lest.
10 Autoren aus dem Siegerland haben gemeinsam ein Paperback mit dem Titel "Apropos ... Buchstabler!" herausgegeben. Ich selbst habe mit drei meiner etwas bekannteren Geschichten, sowie der unveröffentlichten und exklusiv für dieses Buch geschriebenen Satire "Wie beseitige ich meinen Onkel Gustav?" meinen Teil dazu beigetragen.
Bestellen könnt Ihr es u.a. bei Amazon, buchhandel.de, beck-shop.de und natürlich auch in normalen Buchläden. Eine kostenlose Leseprobe könnt Ihr Euch bei Google Books anschauen.
Es hat mir viel Spaß gemacht, mit diesen sehr unterschiedlichen, aber durchweg netten, neugierigen und kreativen Menschen ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Dabei herausgekommen ist jene Buchstablersuppe. Nun ist es an Euch, das auszulöffeln, was wir Euch eingebrockt haben. Viel Spaß dabei!
Coverbild © Stephan Schipper
10 Autoren aus dem Siegerland haben gemeinsam ein Paperback mit dem Titel "Apropos ... Buchstabler!" herausgegeben. Ich selbst habe mit drei meiner etwas bekannteren Geschichten, sowie der unveröffentlichten und exklusiv für dieses Buch geschriebenen Satire "Wie beseitige ich meinen Onkel Gustav?" meinen Teil dazu beigetragen.
Bestellen könnt Ihr es u.a. bei Amazon, buchhandel.de, beck-shop.de und natürlich auch in normalen Buchläden. Eine kostenlose Leseprobe könnt Ihr Euch bei Google Books anschauen.
Es hat mir viel Spaß gemacht, mit diesen sehr unterschiedlichen, aber durchweg netten, neugierigen und kreativen Menschen ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Dabei herausgekommen ist jene Buchstablersuppe. Nun ist es an Euch, das auszulöffeln, was wir Euch eingebrockt haben. Viel Spaß dabei!
Coverbild © Stephan Schipper
Freitag, 21. September 2012
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Der Tod ist wohl die beste Erfindung im Leben
Heute morgen setzte ich mich wie üblich an meinen iMac. Etwas später habe ich wie fast täglich meinen iPod angeschlossen, um ihn mit dem Programm iTunes zu synchronisieren. Ich oute mich hier jetzt mal als Apple-Fan. Meiner Meinung nach gibt es nichts besseres in der Computerbranche, als das, was dieses kalifornische Unternehmen auf den Markt gebracht hat. Nun lese ich gerade, dass ihr Firmengründer und langjähriger Chef heute nacht gestorben ist.
Das Netz wird vermutlich heute und in den nächsten Tagen von Nachrufen und Berichten über Steve Jobs Leben geradezu überschwemmt. Ich möchte jetzt nicht einen weiteren hinzufügen und mache deshalb mache nun etwas anderes.Vor einigen Jahren hörte ich eine Rede, die Jobs an der Stanfort University vor Graduierten hielt. Die hatte mich dermaßen beeindruckt und deshalb präsentiere ich sie hier:
„Es ist mir eine Ehre, bei Ihrer Abschlussfeier sein zu dürfen. Ich habe nie ein Studium abgeschlossen. Um die Wahrheit zu sagen, ich war einem College-Abschluss noch nie so nahe wie heute. Ich möchte Ihnen drei Geschichten aus meinem Leben erzählen. Drei Geschichten, das ist alles.
In der ersten Geschichte geht es um das Erkennen von Zusammenhängen. Ich besuchte das Reed College, stieg aber bereits nach sechs Monaten wieder aus, hing dann noch weitere 18 Monate auf dem Campus herum, bevor ich das College wirklich verließ. Warum brach ich mein Studium ab?
Meine biologische Mutter war eine junge, unverheiratete College-Absolventin, und sie beschloss, mich zur Adoption freizugeben. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, ich sollte von Leuten adoptiert werden, die einen College-Abschluss besaßen, und sie hatte alles in die Wege geleitet, damit ich bei meiner Geburt von einem Rechtsanwalt und seiner Frau adoptiert würde. Aber als ich auf die Welt kam, beschlossen diese Leute, dass sie doch lieber ein Mädchen wollten. So kam es, dass meine Eltern, die auf einer Warteliste standen, mitten in der Nacht einen Anruf erhielten: „Wir haben einen neugeborenen Jungen, wollen Sie ihn?“ Die Antwort war: „Natürlich!“ Meine biologische Mutter fand später heraus, dass meine Mutter nie ein College absolviert und mein Vater nicht einmal einen Highschool-Abschluss hatte. Sie weigerte sich, die Adoptionspapiere zu unterzeichnen. Erst Monate später, als meine Eltern versprochen hatten, dass ich später ein College besuchen würde, gab sie nach.
17 Jahre später besuchte ich tatsächlich ein College. Aber das war fast so teuer wie Stanford, und meine Ausbildung verschlang die ganzen Ersparnisse meiner aus der Arbeiterschicht stammenden Eltern. Nach sechs Monaten sah ich keinen Sinn mehr darin. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben machen wollte und sah nicht, wie mir das Studium helfen sollte. Also beschloss ich abzubrechen und darauf zu vertrauen, dass ich meinen Weg finden würde. Für mich war dies ein furchterregender Schritt, aber im Rückblick eine meiner besten Entscheidungen. … Denn viel von dem, was mir, getrieben von Neugier und Intuition, auf meinem Weg begegnete, erwies sich später als unbezahlbar. … Im Rückblick wird es sehr sehr klar. … Sie können nur darauf vertrauen, dass die Dinge irgendwann einen Zusammenhang ergeben. Sie müssen auf irgendetwas vertrauen – auf Ihren Bauch, Ihr Schicksal, das Leben oder was immer. Diese Einstellung hat mich nie enttäuscht, und sie war der bestimmende Faktor in meinem Leben.
In meiner zweiten Geschichte geht es um Liebe und Verlust. Ich hatte Glück – ich stieß schon sehr früh auf die Arbeit, die ich liebe. Mit 20 gründete ich gemeinsam mit Woz in der Garage meiner Eltern Apple. Wir arbeiteten hart, und in zehn Jahren war unser Zweimannbetrieb aus der Garage zu einem Großunternehmen mit zwei Milliarden Dollar Umsatz und über 4000 Angestellten angewachsen. Wir hatten gerade unsere beste Entwicklung – den Macintosh – in Produktion gebracht. Ich war gerade 30, da wurde ich gefeuert. Wie kann jemand von einem Unternehmen gefeuert werden, das er gegründet hat? Nun, als Apple größer wurde, stellten wir jemanden ein, von dem ich glaubte, er könne das Unternehmen gemeinsam mit mir führen. Das erste Jahr ging alles gut. Doch mit der Zeit entwickelten wir unterschiedliche Visionen und schließlich kam es zum Bruch. In diesem Streit stellte sich der Vorstand auf seine Seite. Also stand ich mit 30 wieder auf der Straße, unter den Augen der Öffentlichkeit. Alles was mir wichtig gewesen war, war weg.
Ich stand zudem in der Öffentlichkeit als Versager da und überlegte mir, ob ich dem Silicon Valley den Rücken kehren sollte. Aber dann wurde mir eines klar: Ich liebte diese Arbeit noch immer. Daran hatten die Entwicklungen bei Apple nichts geändert. Ich hatte einen Fehlschlag erlitten, aber die Sache selbst liebte ich noch immer. Also beschloss ich, von vorn anzufangen. … Die Schwere des Erfolgs wurde abgelöst von der Leichtigkeit des Neubeginns. Die Dinge waren nicht mehr so fest gefügt und sicher. Ich war frei zum Aufbruch in eine der kreativsten Phasen meines Lebens.
In den nächsten fünf Jahren gründete ich eine Firma namens NeXT und eine weitere namens Pixar, und ich verliebte mich in eine wunderbare Frau, die ich später heiraten sollte. Pixar schuf den weltweit ersten computeranimierten Spielfilm, Toy Story. Eine überraschende Wendung der Umstände wollte, dass NeXT von Apple übernommen wurde, und so kehrte ich zu Apple zurück. Die Technologie, die wir bei NeXT entwickelt hatten, schaffte die Basis für die gegenwärtige Renaissance von Apple. Und mit meiner Frau Laurene habe ich eine wunderbare Familie aufgebaut.
Ich bin ziemlich sicher, dass all dies nicht passiert wäre, wenn ich nicht bei Apple rausgeflogen wäre. Es war eine wahrlich bittere Medizin, aber ich nehme an, der Patient brauchte sie. Manchmal wirft einem das Leben einen Ziegelstein an den Kopf. Verlieren Sie nie die Zuversicht! Was mich im Leben aufrecht hielt, war die Liebe zu meiner Arbeit – davon bin ich überzeugt. Sie müssen herausfinden, was Sie lieben. Und das gilt für die Arbeit genau so wie für die Menschen, die Sie lieben. Ihre Arbeit wird einen großen Teil Ihres Lebens ausfüllen, und der einzige Weg zu wirklicher Erfüllung ist eine Arbeit zu finden, die Sie wirklich gut finden. Wirklich gute Arbeit können Sie nur leisten, wenn Sie Ihre Arbeit lieben. Wenn Sie diese noch nicht gefunden haben, suchen Sie weiter! Geben Sie sich nicht vorschnell zufrieden. Es ist wie mit allen Herzenssachen: Man weiß erst, dass man es hat, wenn man es gefunden hat. Und wie jede großartige Beziehung wird sie im Lauf der Jahre besser und besser.
In meiner dritten Geschichte geht es um den Tod. … Das Bewusstsein, dass ich bald tot sein werde, wurde mir zu einer der wichtigsten Entscheidungshilfen. Denn fast alles – alle äußeren Erwartungen, aller Stolz, alle Angst vor Peinlichkeiten und Fehlschlägen – fallen im Angesicht des Todes nicht mehr ins Gewicht. Vor etwa einem Jahr wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Ich hatte um 7:30 Uhr eine Ultraschalluntersuchung und die zeigte einen Tumor auf meiner Bauchspeicheldrüse. Die Ärzte sagten mir, es handle sich höchst wahrscheinlich um eine unheilbare Krebsart, und ich solle mich darauf einstellen, dass ich noch drei bis sechs Monate zu leben habe. Der Doktor riet mir, nach Hause zu gehen und meine Sachen in Ordnung zu bringen. Es bedeutet, man muss versuchen, den Kindern in wenigen Monaten das zu sagen, wofür man glaubte, man hätte noch zehn Jahre Zeit. Es bedeutet, man muss alles in Ordnung bringen, um es der Familie so leicht wie möglich zu machen. Es bedeutet Abschiednehmen.
Ich lebte den ganzen Tag mit dieser Diagnose. Am Abend wurde eine Biopsie vorgenommen. Ich stand unter Betäubungsmitteln, aber meine Frau, die dabei war, erzählte mir später, dass die Ärzte zu weinen begannen, als sie die Zellen unter dem Mikroskop betrachteten, denn ich hatte eine ganz seltene, heilbare Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs, die operativ entfernt werden kann. Die Operation wurde durchgeführt, und heute geht es mir wieder gut.
So nahe war ich dem Tod bis dahin nie gekommen, und ich hoffe es dauert noch ein paar Jahrzehnte, bis ich ihm wieder so nahe komme. Aber nachdem ich es erlebt habe, kann ich Ihnen eines versichern: Der Tod ist wohl die beste Erfindung im Leben. Er ist die Kraft, die Veränderung ins Leben bringt. Er räumt das Alte aus und macht Platz für Neues. Gerade jetzt sind Sie das Neue, aber eines Tages, gar nicht so lange hin, werden Sie langsam zum Alten werden. Verzeihen Sie die dramatischen Worte, aber das ist die Wahrheit.
Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht, indem Sie anderer Leute Leben leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen einfangen. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm fremder Meinungen Ihre eigene innere Stimme übertönt. Und vor allem, haben Sie den Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Eingebung zu folgen. Irgendwo haben Sie bereits jetzt im Gespür, was Sie wirklich werden wollen. Alles andere ist zweitrangig.
Als ich jung war, gab es eine großartige Publikation mit dem Titel „The Whole Earth Catalog“, die zu einer der Bibeln meiner Generation wurde. … Auf der Rückseite der letzten Ausgabe standen die Worte: „Stay Hungry! Stay Foolish!“ – grob übersetzt: „Bleib hungrig! Bleib verrückt!“ Ich habe mir das immer für mich gewünscht. Und nun, da Sie Ihr Studium abschließen und einen Neubeginn machen, wünsche ich das auch Ihnen: Bleiben Sie hungrig! Bleiben Sie verrückt!“
Ich habe die Rede von Steve Jobs hier nicht komplett übernommen und sie an einigen Stellen gekürzt. Eine umfangreichere Version findet Ihr auf dem Portal der WirtschaftsWoche. Die Originalrede gibt es unten auf dem Video:
Das Netz wird vermutlich heute und in den nächsten Tagen von Nachrufen und Berichten über Steve Jobs Leben geradezu überschwemmt. Ich möchte jetzt nicht einen weiteren hinzufügen und mache deshalb mache nun etwas anderes.Vor einigen Jahren hörte ich eine Rede, die Jobs an der Stanfort University vor Graduierten hielt. Die hatte mich dermaßen beeindruckt und deshalb präsentiere ich sie hier:
„Es ist mir eine Ehre, bei Ihrer Abschlussfeier sein zu dürfen. Ich habe nie ein Studium abgeschlossen. Um die Wahrheit zu sagen, ich war einem College-Abschluss noch nie so nahe wie heute. Ich möchte Ihnen drei Geschichten aus meinem Leben erzählen. Drei Geschichten, das ist alles.
In der ersten Geschichte geht es um das Erkennen von Zusammenhängen. Ich besuchte das Reed College, stieg aber bereits nach sechs Monaten wieder aus, hing dann noch weitere 18 Monate auf dem Campus herum, bevor ich das College wirklich verließ. Warum brach ich mein Studium ab?
Meine biologische Mutter war eine junge, unverheiratete College-Absolventin, und sie beschloss, mich zur Adoption freizugeben. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, ich sollte von Leuten adoptiert werden, die einen College-Abschluss besaßen, und sie hatte alles in die Wege geleitet, damit ich bei meiner Geburt von einem Rechtsanwalt und seiner Frau adoptiert würde. Aber als ich auf die Welt kam, beschlossen diese Leute, dass sie doch lieber ein Mädchen wollten. So kam es, dass meine Eltern, die auf einer Warteliste standen, mitten in der Nacht einen Anruf erhielten: „Wir haben einen neugeborenen Jungen, wollen Sie ihn?“ Die Antwort war: „Natürlich!“ Meine biologische Mutter fand später heraus, dass meine Mutter nie ein College absolviert und mein Vater nicht einmal einen Highschool-Abschluss hatte. Sie weigerte sich, die Adoptionspapiere zu unterzeichnen. Erst Monate später, als meine Eltern versprochen hatten, dass ich später ein College besuchen würde, gab sie nach.
17 Jahre später besuchte ich tatsächlich ein College. Aber das war fast so teuer wie Stanford, und meine Ausbildung verschlang die ganzen Ersparnisse meiner aus der Arbeiterschicht stammenden Eltern. Nach sechs Monaten sah ich keinen Sinn mehr darin. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben machen wollte und sah nicht, wie mir das Studium helfen sollte. Also beschloss ich abzubrechen und darauf zu vertrauen, dass ich meinen Weg finden würde. Für mich war dies ein furchterregender Schritt, aber im Rückblick eine meiner besten Entscheidungen. … Denn viel von dem, was mir, getrieben von Neugier und Intuition, auf meinem Weg begegnete, erwies sich später als unbezahlbar. … Im Rückblick wird es sehr sehr klar. … Sie können nur darauf vertrauen, dass die Dinge irgendwann einen Zusammenhang ergeben. Sie müssen auf irgendetwas vertrauen – auf Ihren Bauch, Ihr Schicksal, das Leben oder was immer. Diese Einstellung hat mich nie enttäuscht, und sie war der bestimmende Faktor in meinem Leben.
In meiner zweiten Geschichte geht es um Liebe und Verlust. Ich hatte Glück – ich stieß schon sehr früh auf die Arbeit, die ich liebe. Mit 20 gründete ich gemeinsam mit Woz in der Garage meiner Eltern Apple. Wir arbeiteten hart, und in zehn Jahren war unser Zweimannbetrieb aus der Garage zu einem Großunternehmen mit zwei Milliarden Dollar Umsatz und über 4000 Angestellten angewachsen. Wir hatten gerade unsere beste Entwicklung – den Macintosh – in Produktion gebracht. Ich war gerade 30, da wurde ich gefeuert. Wie kann jemand von einem Unternehmen gefeuert werden, das er gegründet hat? Nun, als Apple größer wurde, stellten wir jemanden ein, von dem ich glaubte, er könne das Unternehmen gemeinsam mit mir führen. Das erste Jahr ging alles gut. Doch mit der Zeit entwickelten wir unterschiedliche Visionen und schließlich kam es zum Bruch. In diesem Streit stellte sich der Vorstand auf seine Seite. Also stand ich mit 30 wieder auf der Straße, unter den Augen der Öffentlichkeit. Alles was mir wichtig gewesen war, war weg.
Ich stand zudem in der Öffentlichkeit als Versager da und überlegte mir, ob ich dem Silicon Valley den Rücken kehren sollte. Aber dann wurde mir eines klar: Ich liebte diese Arbeit noch immer. Daran hatten die Entwicklungen bei Apple nichts geändert. Ich hatte einen Fehlschlag erlitten, aber die Sache selbst liebte ich noch immer. Also beschloss ich, von vorn anzufangen. … Die Schwere des Erfolgs wurde abgelöst von der Leichtigkeit des Neubeginns. Die Dinge waren nicht mehr so fest gefügt und sicher. Ich war frei zum Aufbruch in eine der kreativsten Phasen meines Lebens.
In den nächsten fünf Jahren gründete ich eine Firma namens NeXT und eine weitere namens Pixar, und ich verliebte mich in eine wunderbare Frau, die ich später heiraten sollte. Pixar schuf den weltweit ersten computeranimierten Spielfilm, Toy Story. Eine überraschende Wendung der Umstände wollte, dass NeXT von Apple übernommen wurde, und so kehrte ich zu Apple zurück. Die Technologie, die wir bei NeXT entwickelt hatten, schaffte die Basis für die gegenwärtige Renaissance von Apple. Und mit meiner Frau Laurene habe ich eine wunderbare Familie aufgebaut.
Ich bin ziemlich sicher, dass all dies nicht passiert wäre, wenn ich nicht bei Apple rausgeflogen wäre. Es war eine wahrlich bittere Medizin, aber ich nehme an, der Patient brauchte sie. Manchmal wirft einem das Leben einen Ziegelstein an den Kopf. Verlieren Sie nie die Zuversicht! Was mich im Leben aufrecht hielt, war die Liebe zu meiner Arbeit – davon bin ich überzeugt. Sie müssen herausfinden, was Sie lieben. Und das gilt für die Arbeit genau so wie für die Menschen, die Sie lieben. Ihre Arbeit wird einen großen Teil Ihres Lebens ausfüllen, und der einzige Weg zu wirklicher Erfüllung ist eine Arbeit zu finden, die Sie wirklich gut finden. Wirklich gute Arbeit können Sie nur leisten, wenn Sie Ihre Arbeit lieben. Wenn Sie diese noch nicht gefunden haben, suchen Sie weiter! Geben Sie sich nicht vorschnell zufrieden. Es ist wie mit allen Herzenssachen: Man weiß erst, dass man es hat, wenn man es gefunden hat. Und wie jede großartige Beziehung wird sie im Lauf der Jahre besser und besser.
In meiner dritten Geschichte geht es um den Tod. … Das Bewusstsein, dass ich bald tot sein werde, wurde mir zu einer der wichtigsten Entscheidungshilfen. Denn fast alles – alle äußeren Erwartungen, aller Stolz, alle Angst vor Peinlichkeiten und Fehlschlägen – fallen im Angesicht des Todes nicht mehr ins Gewicht. Vor etwa einem Jahr wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Ich hatte um 7:30 Uhr eine Ultraschalluntersuchung und die zeigte einen Tumor auf meiner Bauchspeicheldrüse. Die Ärzte sagten mir, es handle sich höchst wahrscheinlich um eine unheilbare Krebsart, und ich solle mich darauf einstellen, dass ich noch drei bis sechs Monate zu leben habe. Der Doktor riet mir, nach Hause zu gehen und meine Sachen in Ordnung zu bringen. Es bedeutet, man muss versuchen, den Kindern in wenigen Monaten das zu sagen, wofür man glaubte, man hätte noch zehn Jahre Zeit. Es bedeutet, man muss alles in Ordnung bringen, um es der Familie so leicht wie möglich zu machen. Es bedeutet Abschiednehmen.
Ich lebte den ganzen Tag mit dieser Diagnose. Am Abend wurde eine Biopsie vorgenommen. Ich stand unter Betäubungsmitteln, aber meine Frau, die dabei war, erzählte mir später, dass die Ärzte zu weinen begannen, als sie die Zellen unter dem Mikroskop betrachteten, denn ich hatte eine ganz seltene, heilbare Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs, die operativ entfernt werden kann. Die Operation wurde durchgeführt, und heute geht es mir wieder gut.
So nahe war ich dem Tod bis dahin nie gekommen, und ich hoffe es dauert noch ein paar Jahrzehnte, bis ich ihm wieder so nahe komme. Aber nachdem ich es erlebt habe, kann ich Ihnen eines versichern: Der Tod ist wohl die beste Erfindung im Leben. Er ist die Kraft, die Veränderung ins Leben bringt. Er räumt das Alte aus und macht Platz für Neues. Gerade jetzt sind Sie das Neue, aber eines Tages, gar nicht so lange hin, werden Sie langsam zum Alten werden. Verzeihen Sie die dramatischen Worte, aber das ist die Wahrheit.
Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht, indem Sie anderer Leute Leben leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen einfangen. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm fremder Meinungen Ihre eigene innere Stimme übertönt. Und vor allem, haben Sie den Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Eingebung zu folgen. Irgendwo haben Sie bereits jetzt im Gespür, was Sie wirklich werden wollen. Alles andere ist zweitrangig.
Als ich jung war, gab es eine großartige Publikation mit dem Titel „The Whole Earth Catalog“, die zu einer der Bibeln meiner Generation wurde. … Auf der Rückseite der letzten Ausgabe standen die Worte: „Stay Hungry! Stay Foolish!“ – grob übersetzt: „Bleib hungrig! Bleib verrückt!“ Ich habe mir das immer für mich gewünscht. Und nun, da Sie Ihr Studium abschließen und einen Neubeginn machen, wünsche ich das auch Ihnen: Bleiben Sie hungrig! Bleiben Sie verrückt!“
Ich habe die Rede von Steve Jobs hier nicht komplett übernommen und sie an einigen Stellen gekürzt. Eine umfangreichere Version findet Ihr auf dem Portal der WirtschaftsWoche. Die Originalrede gibt es unten auf dem Video:
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Dienstag, 4. Oktober 2011
Anerkennung beflügelt
Mir gefällt auch das Wortspiel des Titels. Im Film erscheint der Begriff “Validation” auf der Rückseite der Parktickets. In diesem Zusammenhang bedeutet er “Entwertung”. Im manchen Einkaufzentren kann man sein Parkticket entwerten lassen, wenn man etwas gekauft hat und muss so keine Parkgebühren bezahlen. Auf Menschen bezogen bedeutet “Validation” allerdings nicht “Entwertung”, sondern das Gegenteil: “Anerkennung”. Genau darum geht es in diesem Film. Er zeigt, was Anerkennung in Menschen bewirken kann.
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Donnerstag, 29. September 2011
Die glücklichsten Deutschen leben in Hamburg
Nach einer Studie sind die Deutschen so glücklich, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das geht aus dem ersten Glücksatlas hervor, der in diesem Monat von der Deutschen Post vorgestellt wurde.
Demnach leben die glücklichsten Deutschen in Hamburg und die am wenigsten glücklichen in Thüringen. Europaweit liegt Deutschland im oberen Mittelfeld der Glücksskala. Den Spitzenplatz in Europa belegt Dänemark.
Wer sich über die Studie informieren möchte, hier einige Links:
Deutsche Post DHL
Badische Zeitung
3Sat
Foto © Stefanie Hofschlaeger / PIXELIODemnach leben die glücklichsten Deutschen in Hamburg und die am wenigsten glücklichen in Thüringen. Europaweit liegt Deutschland im oberen Mittelfeld der Glücksskala. Den Spitzenplatz in Europa belegt Dänemark.
Wer sich über die Studie informieren möchte, hier einige Links:
Deutsche Post DHL
Badische Zeitung
3Sat
Dienstag, 27. September 2011
Kuriose Preispolitik
Der fast vierzehnjährige Sohn meiner Freundin ist ein passionierter Nutella-Junkie. Beim Einkaufen schauen wir schon instinktiv auf die Preise, wenn wir am entsprechenden Regal vorbeikommen. Ist es dann mal so richtig günstig, dann schlagen wir zu. Es kam schon vor, dass wir 50 Gläser oder mehr auf einmal gekauft haben.
Am Samstag waren wir im Real-Markt in Siegen. Wir entdeckten das 400-Gramm-Glas Nutella für 1,29 € und dachten: “Der Preis ist okay, dafür können wir ruhig welche kaufen - 5 Stück oder so!” In einem anderen Regal gab es auch Gläser mit 450 Gramm Inhalt, die 1,49 € kosteten und daneben sogar 800-Gramm-Gläser für 3,96 €. Ich rechnete nach und stellte fest, dass beim 400er Glas der Kilopreis 3,23 €, beim 450er 3,31 € und beim 800er sogar 4,95 € betrug.
Hä? Was soll das denn? Je größer die Gebinde, desto höher wird der Kilopreis? Das ist ja mal eine interessante Preispolitik! So etwas in der Art könnte ich auch mal versuchen. Vielleicht setze mich auf den Flohmarkt mit einem Schild: “2 Exemplare kaufen - 3 bezahlen”. Mal schauen, ob jemand darauf reinfällt!
Foto © Udo Michaelis
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Dienstag, 1. Dezember 2009
Sich verbiegen um es den anderen recht zu machen?
Ein Vater reitet auf einem Esel und neben ihm läuft sein kleiner Sohn. Da sagt ein Passant empört: "Schaut euch den an. Der lässt seinen kleinen Jungen neben dem Esel herlaufen". Der Vater steigt ab und setzt seinen Sohn auf den Esel.
Kaum sind sie ein paar Schritte gegangen ruft ein anderer: "Nun schaut euch die beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen". Nun setzt sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel.
Kaum sind sie ein paar Schritte gegangen ruft ein anderer: “Nun schaut euch die beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen”. Nun setzt sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel.
Doch nach ein paar Schritten ruft ein anderer empört: “Jetzt schaut euch die Beiden an. So eine Tierquälerei”. Also steigen beide herab und laufen neben dem Esel her.
Doch sogleich sagt ein anderer belustigt: “Wie kann man nur so blöd sein. Wozu habt ihr einen Esel, wenn ihr ihn nicht nutzt.”
Diese nette arabische Geschichte zeigt uns deutlich, dass wir es nie allen Menschen Recht machen können, ganz egal, wie sehr wir uns auch anstrengen mögen. Wenn Du ständig darum bemühst bist anderen zu gefallen, dann kommst Du nicht mehr raus aus dem Stress. Andere Menschen sind kein Maßstab. Entscheide selbst, was für Dich richtig und falsch ist. Höre auf das, was Dein Herz Dir sagt und beziehe in alles die „Weisung von oben“ mit ein.
Apropos „Weisung von oben“: Momentan versuchen einige „fromme“ Menschen meiner Lebenspartnerin und mir klarzumachen, dass wir uns auf einem falschen Weg befinden. Sie erzählen uns, dass unsere Lebensweise Gott angeblich nicht gefällt. Tja, wenn sie es für sich brauchen, dann sollen sie meinetwegen reden und urteilen, was das Zeug hält. Ich finde es auch nicht sonderlich schlimm, weil sie uns letzten Endes nicht schaden können und alles auf sie zurückfällt, was sie vom Stapel lassen. Es klingt vielleicht ein wenig sarkastisch, aber manchmal habe ich sogar meinen Spaß, wenn sie ihren Blödquatsch ablassen.
„Ich glaube an Gott. Aber ich glaube nicht an all die Menschen, die mir angeblich von ihm ausrichten sollen, was ich tun darf.“
(Peter Hohl)
Über ein anderes interessantes Phänomen freue ich mich sehr: Für jede „dogmatische Quarktasche“ taucht irgendwo mindestens ein guter Freund auf, der mir den Rücken stärkt. Es ist ein unglaubliches wertvolles Geschenk, Freunde zu haben, die mich so annehmen, wie ich bin und nicht versuchen, mich „zu erziehen“ – Freunde, mit denen ich lachen und weinen, diskutieren und feiern kann. Falls jemand Mangel an derartigen Freunden hat, dann sollte er sich die Frage stellen, ob er selbst anderen solch ein Freund ist.
Kaum sind sie ein paar Schritte gegangen ruft ein anderer: "Nun schaut euch die beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen". Nun setzt sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel.
Kaum sind sie ein paar Schritte gegangen ruft ein anderer: “Nun schaut euch die beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen”. Nun setzt sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel.
Doch nach ein paar Schritten ruft ein anderer empört: “Jetzt schaut euch die Beiden an. So eine Tierquälerei”. Also steigen beide herab und laufen neben dem Esel her.
Doch sogleich sagt ein anderer belustigt: “Wie kann man nur so blöd sein. Wozu habt ihr einen Esel, wenn ihr ihn nicht nutzt.”
Diese nette arabische Geschichte zeigt uns deutlich, dass wir es nie allen Menschen Recht machen können, ganz egal, wie sehr wir uns auch anstrengen mögen. Wenn Du ständig darum bemühst bist anderen zu gefallen, dann kommst Du nicht mehr raus aus dem Stress. Andere Menschen sind kein Maßstab. Entscheide selbst, was für Dich richtig und falsch ist. Höre auf das, was Dein Herz Dir sagt und beziehe in alles die „Weisung von oben“ mit ein.
Apropos „Weisung von oben“: Momentan versuchen einige „fromme“ Menschen meiner Lebenspartnerin und mir klarzumachen, dass wir uns auf einem falschen Weg befinden. Sie erzählen uns, dass unsere Lebensweise Gott angeblich nicht gefällt. Tja, wenn sie es für sich brauchen, dann sollen sie meinetwegen reden und urteilen, was das Zeug hält. Ich finde es auch nicht sonderlich schlimm, weil sie uns letzten Endes nicht schaden können und alles auf sie zurückfällt, was sie vom Stapel lassen. Es klingt vielleicht ein wenig sarkastisch, aber manchmal habe ich sogar meinen Spaß, wenn sie ihren Blödquatsch ablassen.
„Ich glaube an Gott. Aber ich glaube nicht an all die Menschen, die mir angeblich von ihm ausrichten sollen, was ich tun darf.“
(Peter Hohl)
Über ein anderes interessantes Phänomen freue ich mich sehr: Für jede „dogmatische Quarktasche“ taucht irgendwo mindestens ein guter Freund auf, der mir den Rücken stärkt. Es ist ein unglaubliches wertvolles Geschenk, Freunde zu haben, die mich so annehmen, wie ich bin und nicht versuchen, mich „zu erziehen“ – Freunde, mit denen ich lachen und weinen, diskutieren und feiern kann. Falls jemand Mangel an derartigen Freunden hat, dann sollte er sich die Frage stellen, ob er selbst anderen solch ein Freund ist.
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Freitag, 13. März 2009
Der kaputte Arbeitsmarkt und das tote Pferd
Eine uralte Weisheit der Dakota-Indianer besagt: "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab." Ich stelle jetzt mal eine provokative Behauptung auf: Der Versuch, die Arbeitsmarktsituation in den Griff zu bekommen, ist wie reiten auf einem toten Pferd. Ich bin davon überzeugt, dass der Arbeitsmarkt den Bach runter gehen wird. Nun könnte man annehmen, wenn die Arbeitslosigkeit weiter zunimmt, führe dieses zu einer Verarmung. Dies sehe ich allerdings nicht so und reiche gleich noch eine abenteuerliche Behauptung rein: Wenn wir vom toten Pferd absteigend und neue Wege gehen, wird genau das nicht passieren.
Erst einmal sollten wir uns vom alten Forderungen wie „Arbeit für alle“ verabschieden und nach neuen Wegen Ausschau halten. Das Engagement einiger Leute für das „bedingungslose Grundeinkommen“ geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung. Wir müssen umdenken und einen Paradigmenwechsel vorantreiben. Oft kann sogar ein einziges Ereignis, mit dem man vorher nicht gerechnet hat, alle bisherigen Vermutungen und Sorgen über den Haufen schmeißen.
Um 1870 gab es in London eine Prognose, die auf ernsthaften Berechnungen beruhte: Weil der Droschkenverkehr so zunimmt, werden die Strassen von London in weniger als 30 Jahren einen halben Meter hoch mit Pferdemist belegt und unpassierbar sein. Dies mag ja rein rechnerisch gestimmt haben. Womit die Jungs aber nicht gerechnet haben war die Erfindung des Autos.
Jetzt spinne ich mal ein wenig rum und schreibe einfach, wie ich mir Deutschland im Jahr 2020 vorstelle:
Klein- und Mittelständische Unternehmer werden der Motor unserer Wirtschaft sein. Der Anteil der Großkonzerne an der erbrachten Wirtschaftsleistung wird maximal die Hälfte von dem betragen, wie das zum jetzigen Zeitpunkt der Fall ist. Das “bedingungslose Grundeinkommen” wird sich bis 2020 längst etabliert haben und wirkt als Katalysator für unternehmerische Kreativität.
Ich gehe davon aus, dass in nächster Zeit die Arbeitslosigkeit und die Zahl der wirtschaftlichen Krisen zunehmen wird, aber dann ein Umdenkprozess stattfindet. Etwa 2012 / 2013 wendet sich das Blatt und führt zu einem kontinuierlichen Aufstieg, der unser Land bis 2020 auf ein hohes Niveau führt, von dem alle profitieren.
"You may say I’m a dreamer,
but I’m not the only one.
I hope someday you’ll join us
and the world will be as one."
(John Lennon)
Erst einmal sollten wir uns vom alten Forderungen wie „Arbeit für alle“ verabschieden und nach neuen Wegen Ausschau halten. Das Engagement einiger Leute für das „bedingungslose Grundeinkommen“ geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung. Wir müssen umdenken und einen Paradigmenwechsel vorantreiben. Oft kann sogar ein einziges Ereignis, mit dem man vorher nicht gerechnet hat, alle bisherigen Vermutungen und Sorgen über den Haufen schmeißen.
Um 1870 gab es in London eine Prognose, die auf ernsthaften Berechnungen beruhte: Weil der Droschkenverkehr so zunimmt, werden die Strassen von London in weniger als 30 Jahren einen halben Meter hoch mit Pferdemist belegt und unpassierbar sein. Dies mag ja rein rechnerisch gestimmt haben. Womit die Jungs aber nicht gerechnet haben war die Erfindung des Autos.
Jetzt spinne ich mal ein wenig rum und schreibe einfach, wie ich mir Deutschland im Jahr 2020 vorstelle:
Klein- und Mittelständische Unternehmer werden der Motor unserer Wirtschaft sein. Der Anteil der Großkonzerne an der erbrachten Wirtschaftsleistung wird maximal die Hälfte von dem betragen, wie das zum jetzigen Zeitpunkt der Fall ist. Das “bedingungslose Grundeinkommen” wird sich bis 2020 längst etabliert haben und wirkt als Katalysator für unternehmerische Kreativität.
Ich gehe davon aus, dass in nächster Zeit die Arbeitslosigkeit und die Zahl der wirtschaftlichen Krisen zunehmen wird, aber dann ein Umdenkprozess stattfindet. Etwa 2012 / 2013 wendet sich das Blatt und führt zu einem kontinuierlichen Aufstieg, der unser Land bis 2020 auf ein hohes Niveau führt, von dem alle profitieren.
"You may say I’m a dreamer,
but I’m not the only one.
I hope someday you’ll join us
and the world will be as one."
(John Lennon)
Freitag, 27. Februar 2009
Wie es uns gelingt, die Welt zu verändern
Deutschland ist ein Volk von Jammerern geworden. Egal was schief geht, es scheint vor allem wichtig zu sein, irgendjemanden zu finden, der Schuld daran ist: die Regierung, die Eltern, die Kinder, der Partner, der Chef, das Wetter, das Verkehrsaufkommen, die Amerikaner, die Medien, der Islam, die Bankenkrise, usw.
Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden: Es geht nicht darum, seine Augen vor den Missständen dieser Welt zu verschließen. Es ist völlig o.K., diese Dinge zu erkennen und beim Namen zu nennen. Das Problem liegt eher darin, dass diese Schuldzuweisungen in Verbindung mit dem Gefühl der Ohnmacht dazu führen, die Opferrolle einzunehmen. Wer sich klein und ohnmächtig macht, erlebt die Widerspiegelung dieses inneren Zustandes auch in seiner äußeren Realität.
Die Frage ist: “Wollen wir überhaupt etwas verändern?” Manchmal ist es bequemer, anderen Menschen oder Institutionen die Schuld in die Schuhe zu schieben, als selbst Verantwortung zu übernehmen. Es ist einfach, ständig zu jammern und sich darüber aufzuregen, wie böse doch alles ist. Das hält uns aber nur davon ab, proaktiv unsere eigene Welt zu gestalten.
Es gibt keine von Menschen erschaffene Situation, die unveränderbar ist. Wenn wir aber sagen, dass wir sowieso nichts ändern können, dann treten wir unsere Macht an solche Menschen ab, die dann genau das tun, was uns nicht gefällt. Diese Leute haben also nur dadurch ihre Macht, weil wir sie ihnen geben.
Ich glaube, dass es möglich ist, die Welt in einen besseren Ort zu verwandeln. Das kannst Du dort machen, wo Du lebst. Du kannst sicherlich nicht alles direkt beeinflussen, aber das ist auch gar nicht nötig. Jeder von uns kann im Kleinen etwas bewegen und wenn andere Menschen Deinem Beispiel folgen, auch im Großen.
Ich erinnere Euch nur mal an die Montagsdemonstrationen in Leipzig
Ende der 80er Jahre. Diese Menschen sind für ihr Ziel eingetreten und
haben erreicht, was Sie sich ersehnt haben. Hätten sich alle Menschen
mit ihrem Zustand abgefunden, wären Mauerfall und Wiedervereinigung nie
passiert. Gandhi hat durch sein Engagement die gesamte britische
Regierung in die Knie gezwungen – und das ohne Gewalt! Es ist vieles
möglich. Das Problem ist dabei nicht, dass wir es nicht können, sondern
dass uns oft die Vorstellung und der Glaube daran fehlen. Viele von uns
würden sich vermutlich erschrecken, wenn sie sich plötzlich ihrer
Möglichkeiten bewusst würden.
Nelson Mandela hat es mal sehr treffend auf den Punkt gebracht:
„Unsere tiefste Angst ist es nicht, dass wir der Sache nicht gewachsen sein könnten. Unsere tiefste Angst ist, dass wir unmenschlich mächtig sind. Es ist unser Licht, dass wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit. Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf? Aber wer bist du denn, dass du es nicht sein darfst? Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich begrenzt, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen. Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns - sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst auch den anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.“
Anmerkung: Der von Nelson Mandela bei seiner Antrittsrede 1994 verwendete Text ist ein
Ausschnitt des Buches „Rückkehr zur Liebe“ von Marianne Williamson.
Foto © : Sabine Meyer / PIXELIO
Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden: Es geht nicht darum, seine Augen vor den Missständen dieser Welt zu verschließen. Es ist völlig o.K., diese Dinge zu erkennen und beim Namen zu nennen. Das Problem liegt eher darin, dass diese Schuldzuweisungen in Verbindung mit dem Gefühl der Ohnmacht dazu führen, die Opferrolle einzunehmen. Wer sich klein und ohnmächtig macht, erlebt die Widerspiegelung dieses inneren Zustandes auch in seiner äußeren Realität.
Die Frage ist: “Wollen wir überhaupt etwas verändern?” Manchmal ist es bequemer, anderen Menschen oder Institutionen die Schuld in die Schuhe zu schieben, als selbst Verantwortung zu übernehmen. Es ist einfach, ständig zu jammern und sich darüber aufzuregen, wie böse doch alles ist. Das hält uns aber nur davon ab, proaktiv unsere eigene Welt zu gestalten.
Es gibt keine von Menschen erschaffene Situation, die unveränderbar ist. Wenn wir aber sagen, dass wir sowieso nichts ändern können, dann treten wir unsere Macht an solche Menschen ab, die dann genau das tun, was uns nicht gefällt. Diese Leute haben also nur dadurch ihre Macht, weil wir sie ihnen geben.
Ich glaube, dass es möglich ist, die Welt in einen besseren Ort zu verwandeln. Das kannst Du dort machen, wo Du lebst. Du kannst sicherlich nicht alles direkt beeinflussen, aber das ist auch gar nicht nötig. Jeder von uns kann im Kleinen etwas bewegen und wenn andere Menschen Deinem Beispiel folgen, auch im Großen.
Nelson Mandela hat es mal sehr treffend auf den Punkt gebracht:
„Unsere tiefste Angst ist es nicht, dass wir der Sache nicht gewachsen sein könnten. Unsere tiefste Angst ist, dass wir unmenschlich mächtig sind. Es ist unser Licht, dass wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit. Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf? Aber wer bist du denn, dass du es nicht sein darfst? Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich begrenzt, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen. Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns - sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst auch den anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.“
Anmerkung: Der von Nelson Mandela bei seiner Antrittsrede 1994 verwendete Text ist ein
Ausschnitt des Buches „Rückkehr zur Liebe“ von Marianne Williamson.
Foto © : Sabine Meyer / PIXELIO
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