Nun steht ein neues Jahr vor uns. Manchmal neigen wir dazu, froh darüber zu sein, dass wir das alte Jahr endlich hinter uns gelassen haben. Alles soll schließlich im neuen Jahr besser werden. Vielleicht sollten wir stattdessen lieber das vergangene Jahr und auch die Jahre davor würdigen. Alles was wir bisher erlebt haben hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Wir haben Fehler gemacht, zogen daraus unsere Lehren und haben uns persönlich weiterentwickelt.
Sehen wir doch unsere Vergangenheit als ein sich im Bau befindliches Haus. Nun bauen wir auf die bereits vorhandenen Stockwerke noch eine weitere Etage drauf. Würden wir jedes Jahr alles einreißen, müssten wir immer wieder bei Null anfangen. Seien wir also dankbar für das, was wir bereits haben und offen für das Neue, das uns im kommenden Jahr erwartet.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2015.
Zum Schluss noch ein etwas anderes Weihnachtslied von der "Blockflöte des Todes".
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Samstag, 20. Dezember 2014
Donnerstag, 21. November 2013
Es weihnachtet sehr!
Montag, 7. Oktober:
Schönster Altweibersommer. Noch einmal Menschen in T-Shirts und Sandalen in den Straßencafés und Biergärten. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Innenstadt. Dann plötzlich um 10.47 Uhr kommt der Befehl von ALDI-Geschäftsführer Erich B.: “Fünf Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!” Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert LIDL-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.
15.07 Uhr:
EDEKA-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage.
16.21 Uhr:
Die Filialen von TSCHIBO und NORMA bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegen halten und fordern ein Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 12. Oktober. Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.
Dienstag, 8. Oktober, 7.30 Uhr:
Im Eingangsbereich von KARSTADT bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während zwei Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbei hastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleissenden Schein von 260000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen, immerhin haben jetzt auch REAL, NETTO und LIDL den Ernst der Lage erkannt.
Mittwoch, 9. Oktober, 9.00 Uhr:
EDEKA setzt Krippenfiguren ins Gemüse.
9.12 Uhr:
LIDL kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.
12.00 Uhr: Neue Dienstanweisung bei NETTO: An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein “Frohes Fest” gewünscht. Der REAL-Markt kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmassnahmen an.
Donnerstag, 10. Oktober, 7.00 Uhr:
KARSTADT schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.
8.00 Uhr:
In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte NORMA-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark “Weihnachten bis zum Äußersten!” und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD “Weihnachten mit Mireille Matthieu” über Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.
Freitag, 11. Oktober, 8.00 Uhr:
Anwohner in der Eiserfelder Strasse versuchen mit einer einstweiligen Verfügung, die nun auch vom REAL-Markt angedrohte Musik-Offensive “Heiligabend mit den Flippers” zu stoppen.
9.14 Uhr:
Ein ALDI-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor Adveniat, der gerade vor KARSTADT zum grossen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.
9.30 Uhr:
ALDI dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern um Christbaumkugeln gehandelt.
Samstag 12. Oktober:
Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.
10.37 Uhr:
Auf dem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem NETTO-Parkplatz zum Verzehr von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.
12.00 Uhr:
Seit gut einer halben Stunde beschießen KARSTADT, EDEKA und TSCHIBO die Fussgängerzone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst.
14.30 Uhr:
Weite Teile der Innenstadt sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen - Menschen, wie Du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln wollten.
Diese nette Geschichte stammt aus “Arnos Advents- und Why-nachtsbuch” von Arno Backhaus. Ich habe lediglich die Daten an den diesjährigen Kalender angepasst und die Namen einiger Handelsketten ausgetauscht.
Foto © : Ruth Rudolph / PIXELIO
Schönster Altweibersommer. Noch einmal Menschen in T-Shirts und Sandalen in den Straßencafés und Biergärten. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Innenstadt. Dann plötzlich um 10.47 Uhr kommt der Befehl von ALDI-Geschäftsführer Erich B.: “Fünf Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!” Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert LIDL-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.
15.07 Uhr:
EDEKA-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage.
16.21 Uhr:
Die Filialen von TSCHIBO und NORMA bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegen halten und fordern ein Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 12. Oktober. Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.
Im Eingangsbereich von KARSTADT bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während zwei Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbei hastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleissenden Schein von 260000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen, immerhin haben jetzt auch REAL, NETTO und LIDL den Ernst der Lage erkannt.
Mittwoch, 9. Oktober, 9.00 Uhr:
EDEKA setzt Krippenfiguren ins Gemüse.
9.12 Uhr:
LIDL kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.
12.00 Uhr: Neue Dienstanweisung bei NETTO: An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein “Frohes Fest” gewünscht. Der REAL-Markt kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmassnahmen an.
Donnerstag, 10. Oktober, 7.00 Uhr:
KARSTADT schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.
8.00 Uhr:
In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte NORMA-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark “Weihnachten bis zum Äußersten!” und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD “Weihnachten mit Mireille Matthieu” über Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.
Freitag, 11. Oktober, 8.00 Uhr:
Anwohner in der Eiserfelder Strasse versuchen mit einer einstweiligen Verfügung, die nun auch vom REAL-Markt angedrohte Musik-Offensive “Heiligabend mit den Flippers” zu stoppen.
9.14 Uhr:
Ein ALDI-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor Adveniat, der gerade vor KARSTADT zum grossen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.
9.30 Uhr:
ALDI dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern um Christbaumkugeln gehandelt.
Samstag 12. Oktober:
Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.
10.37 Uhr:
Auf dem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem NETTO-Parkplatz zum Verzehr von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.
12.00 Uhr:
Seit gut einer halben Stunde beschießen KARSTADT, EDEKA und TSCHIBO die Fussgängerzone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst.
14.30 Uhr:
Weite Teile der Innenstadt sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen - Menschen, wie Du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln wollten.
Diese nette Geschichte stammt aus “Arnos Advents- und Why-nachtsbuch” von Arno Backhaus. Ich habe lediglich die Daten an den diesjährigen Kalender angepasst und die Namen einiger Handelsketten ausgetauscht.
Foto © : Ruth Rudolph / PIXELIO
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